Nach zwei Jahren Pause: Maibäume anmelden!

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Der Baum in Weitmars 2016.
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Feuerwehren, Vereine, Gruppen im Altkreis und Jury von Gmünder Tagespost und Heubacher Brauerei sind bereit. Anmeldung online.

Schwäbisch Gmünd

Zum 1. Mai wird ein Maibaum gestellt, logisch. Man sitzt zusammen, feiert, trinkt ein Bierchen oder zwei, genießt das Leben, bewundert den Baum. Irgendwann im Laufe des Maifeiertags taucht eine Gruppe Frauen und Männer am Baum auf, bewaffnet mit Stift und Block und Kamera. Gründlich mustern sie den Baum, notieren jede noch so kleine Kleinigkeit, schießen Fotos, diskutieren. Die Maibaum-Jury der Gmünder Tagespost. Nach einem festen System bewertet sie die angemeldeten Bäume, die Krone, den Stamm, die Zunftzeichen, das Drumrum.

So ist es viele Jahre lang gewesen. Dann kam das Frühjahr 2020. In dem alles anders war. Und lange blieb. Im März verhängte die Regierung den Corona-Lockdown. An Maibäume dachte man da wohl zuletzt. Und wenn doch, dann meinten viele, auch wir in der Redaktion: Naja, da müssen wir jetzt durch. Dann machen wir es nächstes Jahr halt doppelt schön. Wird schon.

Wurde nix. Ausgangssperre, Kontakt nur mit einer Person eines anderen Haushalts, keine Präsenzveranstaltungen, keine Partys. Im Frühjahr 2021 entfiel der Wettbewerb erneut. Die Freude am Maibaum-Machen ließ sich so mancher aber nicht nehmen, es entstanden kleine, kreative Bäumchen. Die Gmünder Tagespost und die Schwäbische Post riefen die Leserinnen und Leser auf, aktiv zu werden: Die kleine Birke im Garten, der Maibaum auf dem Balkon, der geschmückte Bleistift auf dem Schreibtisch: Fotos, von allem, was sich im Einklang mit der Coronaverordnung gestalten ließ und mit dem 1. Mai in Verbindung stand, präsentierten wir sehr gerne in den Zeitungen und auf unserer Internetseite. Und sagten uns: Naja, da müssen wir jetzt durch. Dann machen wir es nächstes Jahr halt doppelt schön. Wird schon.

2021 wurde 2022 und Corona blieb. Als der Fasching abgesagt wurde und die Zahlen und Inzidenzen anstiegen, kamen bei uns Zweifel auf. Können unter diesen Bedingungen Maibäume gestellt werden? Können wir es verantworten, den Wettbewerb durchzuziehen? Können die Jury-Mitglieder gemeinsam im Auto unterwegs sein?

Wir haben uns umgehört, in Wißgoldingen, in Rattenharz, in Heuchlingen, in Zimmerbach, in Bartholomä. Überall dasselbe Stimmungsbild: „Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn es wieder einen Maibaumwettbewerb geben wird“, meint Andrea Friedel vom Albverein Heuchlingen. „Wenn es einen Maibaumwettbewerb geben sollte, dann werden wir unserem Baum auch wieder anmelden“, sagt Heinz-Joachim Herzig vom TSV Rattenharz. „Bei uns gehen alle frisch ans Werk“, stellt Waldstettens Schultes Michael Rembold klar. Und auch die Jury-Mitglieder sind voller Tatendrang und wollen sich nicht lumpen lassen. „Wir freuen uns und sind dabei!“, heißt es allenthalben.

Manches bleibt abzuwarten. Wie viele Bäume werden es am Ende sein? Bleiben alle gesund und munter? Und: Wann und in welcher Form gibt's die Preise und Urkunden in Form des bewährten Festes mitsamt der Maibaum-Prämierung?

Hoffen wir das Beste. Machen wir das Beste draus. Ran an die Maibäume!

Anmelden bis 25. April bitte online unter https://www.gmuender-tagespost.de/maibaum

Bei uns gehen alle frisch zu Werke.“

Michael Rembold,, Bürgermeister

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