Neue Chance für den Technologiepark Aspen

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Land und EU nehmen Schwäbisch Gmünd in das Förderprojekt „HyFiVE“ auf. Ministerium setzt auch auf die gesellschaftliche Akzeptanz.

Schwäbisch Gmünd

Nach einem Rückschlag im Juli – das Daimler-Volvo-Unternehmen Cellcentric verzichtet auf die Möglichkeit, im Technologiepark Aspen in Schwäbisch Gmünd Brennstoffzellen-Systeme zu produzieren – erhält Aspen jetzt wieder Aufwind: Schwäbisch Gmünd ist Teil der Modellregion „HyFiVE“ und kann sich nun um Fördergelder bemühen.

Insgesamt stehen 27 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung- Grüner Wasserstoff“ und 20 Millionen Landesmittel zur Verfügung. Im Boot sind mit Schwäbisch Gmünd die Stadt Ulm und die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Alb-Donau, Heidenheim und Ostalb. Stadt-Pressesprecher Markus Herrmann schätzt diese Entscheidung, die das Umweltministerium Baden-Württemberg gemeinsam mit einer Fachjurygefällt hat. Schwäbisch Gmünd werde sich wie die weiteren beteiligten Kommunen mit einem Schwerpunkt einbringen, in diesem Fall steht die Idee des Technologieparks Aspen dahinter. Damit könne die Wasserstoffwirtschaft im ländlichen und städtischen Raum erprobt werden.

„Mit der Förderung konzentrieren sich die Aktivitäten um Leuchtturmprojekte, die die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette von unterschiedlichen Arten von Elektrolyseuren zur Wasserstofferzeugung bis hin zur Nutzung von Wasserstoff in Industrie, Verkehr und Quartierslösungen abbildet“, sagt Mareike Schiffko, Pressesprecherin im Stuttgarter Umweltministerium. Konkrete Projekte seien noch nicht benannt, aber damit könnte zum Beispiel erprobt werden, wie sich eine grüne Wasserstofftankstelle auf die Region auswirkt, wie ein Neubaugebiet mit grünem Wasserstoff beheizt werden kann. „In Schwäbisch Gmünd“, darauf weist Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll hin, „soll es vorrangig um das Thema nachhaltige Mobilität gehen. Dazu gibt es schon vielfältig Firmenkontakte.“ Es gehe darum, dass die Modellregionen in Demonstrationsprojekten die wirtschaftliche Umsetzung einer Wasserstoffwirtschaft in der Realität erproben. In diesem Zusammenhang könne auch die gesellschaftliche Akzeptanz für Wasserstoff als Energieträger erhöht werden.

Welches Potenzial im grünen Wasserstoff steckt,das könne mit den Fördergeldern angestoßen werden. „Langfristig sollen sich die Modellregionen wirtschaftlich tragen, damit sie auch nach Abschluss der Projektlaufzeit weiter bestehen können“, sagt Mareike Schiffko. Darüber hinaus werden die Modellregionen im Rahmen eines Forschungsprojekts wissenschaftlich begleitet. Dahinter steht das Konsortium „H2-Companion“ unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation.

„Die Aufnahme in die Förderung ist eine gute Nachricht für Schwäbisch Gmünd“, sagt der Gmünder CDU-Landtagsabgeordnete Tim Bückner. Für das Vorhaben der Stadt Schwäbisch Gmünd, den Transformationsprozess hin zu einer grünen Wasserstoffwirtschaft zu forcieren, sei mit der Aufnahme der Stauferstadt in das Förderprogramm ‚Modellregion Grüner Wasserstoff‘ des badenwürttembergischen Umweltministeriums ein großer Meilenstein erreicht worden.

Langfristig sollen sich die Modellregionen wirtschaftlich tragen.“

Mareike Schiffko,, Pressesprecherin
  • Mit der Wasserstoff-Technologie in die Zukunft
  • Mit dem Technologie-Campus „Aspen“, der auf einer Fläche von 60 Hektar zwischen dem Gewerbegebiet Gügling, Bargau und Buch bei Schwäbisch Gmünd entstehen soll, hat sich der Ostalbkreis im Mai um die Aufnahme in die „Modellregion Grüner Wasserstoff“ beworben. Landesweit gab es 17 Bewerbungen . Die Stadt hat Optionen auf die Grundstücke erworben. Die Umsetzung soll bis zum Jahr 2024 erfolgt sein. Die Laufzeit des Förderprogramms geht von 2022 bis 2027. Schwäbisch Gmünd will dort Firmen und Forschungseinrichtungen rund um die Wasserstofftechnologie ansiedeln. Sie reagiert damit auf den Strukturwandel in der Autoindustrie und möchte die Transformation bewältigen. Aktuell liegt der Schwerpunkt der produzierenden Wirtschaft in Gmünd auf dem Gebiet der Automobilzulieferer.

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