Neue Coaches für Vielfalt am Parler

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Franziska Graf (l.) und Ela Sin sind die neuen Coaches für Vielfalt am Parler-Gymnasium. Dabei geht es um Themen, die viele Jugendliche beschäftigen.Ì ÌFoto: privat

Die frisch ausgebildeten Trainerinnen reflektieren zusammen mit Schülerinnen und Schülern über Themen wie Vielfalt und Individualität, Gruppen und Ausgrenzung.

Uns Menschen verbindet mehr, als uns trennt, man muss nur hinsehen.“

Ela Sin, Schülerin am Parler-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Ela Sin und Franziska Graf, beide aus Klasse 10 des Parler-Gymnasiums, haben das Angebot angenommen, sich in zwei Tagen zu Coaches für Vielfalt ausbilden lassen. Noch vor Fasching beginnen sie ihre neue Aufgabe und tragen wichtige Themen und Impulse spielerisch in die Klassen 5.

In den zwei Tagen ihrer Ausbildung haben sie viel gelernt, so beschreiben es Ela Sin und Franziska Graf selber. Im Mittelpunkt stand, wie man spielerisch dazu kommt, über wichtige Themen nachzudenken und zu sprechen, die sich auf dem Weg vom Kind zum Jugendlichen ergeben.

Eine entscheidende Frage für alle Kinder, die neu an einer Schule sind, ist etwa, wie sich Gruppen bilden und welcher Gruppe man angehören möchte. Dazu gehört auch die Frage der eigenen Identität. Darüber nachzudenken und sich unabhängig von Klischees zu machen, ist ein weiterer Aspekt, mit dem sich die beiden Coaches zusammen mit den Klassen auseinandersetzen. Vielfalt dürfe nie zu Einschränkungen der Rechte führen, gleich, ob Menschen- oder Kinderrechte. Vielfalt ist ein Gewinn für eine Gruppe, auch diesem Thema werden sich die beiden in den fünften Klassen widmen, zum Beispiel anhand der Vielfaltspyramide: Was haben alle Menschen gemeinsam? Was habe ich mit einer Gruppe gemeinsam? Was aber macht aber nur mich aus? Dabei wird die Verknüpfung zwischen den Themen Vielfalt und Individualität deutlich. Auch das Erkennen von „Fake News“ gehört zum Programm, sind sie doch oft Ursache für Ausgrenzung und gefährliche Entwicklungen.

Persönlichkeitsentwicklung

Ela Sin beschreibt ihre Motivation so: „Uns Menschen verbindet mehr, als uns trennt, man muss nur hinsehen.“ Damit greift sie das Siegel „Schule ohne Rassismus“ am Parler-Gymnasium auf. Franziska Graf, von Schulleiter Thomas Eich nach ihrem Antrieb gefragt, meint: „Schule sollte Kindern verdeutlichen, dass Charakter nichts mit dem Aussehen zu tun hat. Zu oft rennen wir falschen Idealen hinterher.“ Da Schule mehr sei als ein Ort des Lernens, nämlich immer mehr ein Ort für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, freut sich Eich sehr über das Engagement von Ela Sin und Franziska Graf, das das schuleigene Sozialcurriculum weiter ergänze.

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