Neue Doppelspitze im Vorstand der a.l.s.o.

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v.l. Ali Nagelbach,Daniela Dinser,Karin Schwenk,Peter Jay-Müller,Barbara Walter A.L.S.O. Neuer Vorstand

Mit neuen Impulsen und Ideen wollen Daniela Dinser und Peter Yay Müller das Gmünder Sozialunternehmen weiterentwickeln und in die Zukunft führen.

Schwäbisch Gmünd

Daniela Dinser und Peter Yay Müller bilden ab sofort die neue Doppelspitze im Vorstand des Sozialunternehmens a.l.s.o. Zusammen mit der Geschäftsführung freuen sich beide darauf, den Verein und das Sozialunternehmen auf dem bisherigen Erfolgsweg der fast 40-jährigen Geschichte weiterzuführen und dabei mit neuen Impulsen den Unternehmenszweck „Hilfe zur Selbsthilfe“ weiter zu entwickeln. Mit fünf Schwerpunkten tritt das neue Team an:

Ausbau und Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit/Schwerpunkt in der Arbeit mit Frauen: Gerade im Arbeitsbereich des Coachingangebotes habe das Sozialunternehmen mit vielen Einzelprojekten und einem qualifizierten Team von Mitarbeiterinnen einen viel zu geringen Bekanntheitsgrad. Dies gelte besonders für die Angebote für alleinerziehende Frauen, „Frauen welche in einem Sog von unbezahlter Haus-, Erziehungs- und Bildungsarbeit verfangen sind, oder Frauen, welche durch Erlebtes und widerfahrene Schicksalsverläufen 'gestrandet' sind“.

Es gehe auch um Armutsprävention - unter anderem durch Verbesserungen im Wohn- und Lebensumfeld, der Stärkung von Selbstwirksamkeit und dem Erleben von Zugehörigkeit bildet dabei einen neuen Schwerpunkt, auf den gerade in den letzten zwei Jahren gestartete Projekte für Familien (insbesondere mit Migrationsgeschichte) abzielen. Hier partizipiert die a.l.s.o. an Programmen der Landesregierung – auch diese Ansätze sollen erhalten beziehungsweise gestärkt u. erweitert werden.

Arbeitsfelder und Geschäftsmodelle weiterentwickeln: Arbeitsstellen für Menschen, welche auf dem regulären Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben, sich aber wertprägend mit ihrem Wissen und Können einbringen wollen, sind rar. Das Sozialunternehmen a.l.s.o. verbindet seit Jahren dieses Anliegen, Stellen für diese Menschen zu schaffen und durch deren Arbeit einen Nutzen, insbesondere für Einkommensschwache, zu generieren. Die Möbelbörse ist dem Ansinnen entstanden, Menschen Arbeit zu organisieren und dadurch andere Bedürfnisse, welche ebenfalls im Mainstreamgebaren auf der Strecke bleiben, zu erfüllen. Die Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen der Möbelbörse, der hauseigenen Schreinerei, dem Bücherwürmel, sollen durch den Ausbau weiterer Dienstleistungsangebote im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen und der Gartengastronomie ausgebaut werden.

Öffentlichkeitsarbeit und Professionalisierung: Angebote, Möglichkeiten und neue Ideen generieren sich, je größer die Bekanntheit und der Kreis von Freunden und Förderern der a.l.s.o. ist. Genau hier möchte das neue Führungsduo ansetzen und mit verstärkter Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit die a.l.s.o. breiter aufstellen. Dazu gehöre zum einen auch, mehr Menschen mit der a.l.s.o. in Verbindung zu bringen, den Bekanntheitsgrad der a.l.s.o. an sich zu erhöhen. „Zum anderen wollen wir mehr Förder- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten entwickeln, damit noch mehr Menschen im Selbstwertgefühl durch die Arbeit des Vereins gestärkt werden und Gutes leisten können und damit auch Geld verdienen.“

Stärkung im Bereich der Kulturarbeit und Förderung: Im Bereich Kultur möchten Dinser und Yay Müller ein neues Förderprogramm entwickeln, in welchem sich Kulturinteressierte und Kulturschaffende sich über ein sogenanntes „Kulturförderabo“ in den Räumlichkeiten des bereits bestehenden „a.l.s.o. Kulturcafé“ einbringen können und somit einen verbesserten Zugang zu Räumlichkeiten und Veranstaltungen bekommen können. Die Bereiche des Kulturcafés und des Gartencafés sollen mit attraktiven Veranstaltungen verbunden und einem erweiterten Angebot weiterentwickelt werden.

Übergang in die „Next Generation“ forcieren: Eine Generationsübergabe organisieren – in den kommenden Jahren wird die bisherige Geschäftsführung ihr Renteneintrittsalter erreichen und es gilt diese Jahre zu nutzen, so das Duo, um gemeinsam einen Generationswechsel zu organisieren, welche einen gleitenden Übergang in eine neue Epoche der a.l.s.o. bereitet.

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