Neue Parkplätze für Radler am ZOB

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Baubürgermeister Julius Mihm (r.) meldet Vollzug: Die Abstellplätze für Fahrräder und Motorräder am ZOB sind bis auf einige Ergängzungen fertig.
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Stadt hat Anlage mit 146 Plätzen für Fahrräder und 9 für Motorräder zwischen Busbahnhof und Bahnsteig zur Benutzung freigegeben.

Schwäbisch Gmünd 

Ein zentraler Punkt für die städtische Bewegung, so bezeichnet der Leiter des städtischen Tiefbauamts, Jürgen Musch, den zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Verbund mit dem Bahnhof. Dessen Bedeutung wurde nun durch neue überdachte Abstellplätze für Fahrräder und Motorräder nochmals erhöht. 146 Abstellplätze an 73 Bügeln für Fahrräder und etwa neun Plätze für Motorräder wurden zwischen ZOB und Bahnsteig angelegt, erläuterte Bernd Raubal vom Tiefbauamt. 

Baubürgermeister Julius Mihm erinnerte bei der Vorstellung der Anlage am Montag daran, dass dieses Projekt schon sehrt lange anstand. Und auch jetzt ist es noch nicht ganz fertig. Nach Absprache mit der Bahn werden noch Fahrradboxen aufgestellt und ein direkter, auch behindertengerechter Zugang zum Bahnsteig ist geplant. So entsteht fütr die Fahrgäste, die mit dem Bus am ZOB ankommen, und für die Radler, die dort „parken“, ein direkter Zugang zum Bahnsteig, der bisherige Umweg ist nicht mehr nötig. Der Baubürgermeister sieht die Fahrrad-Anlage als gelungenen Abschluss des ZOB, der mit seinem Tonnengewölbe bereits ein markantes Verkehrs-Bauwerk sei. Bei der Gestaltung der Anlage sei wichtig gewesen, sie dem Platz anzupassen bis hin zu den Farben der Dachstützen, die sich im Eule-Gebäude auf der anderen Seite der Bahngleise wiederfinden. Die transparente Abdeckung sorgt für genügend Liucht und kommt dem Sicherheitsbedürfnis der Nutzer entgegen. Eine solche Anlage müsse ansprechend gestaltet sein, sonst werde sie vermüllt und verunstaltet; das sei hier gelungen, meinte Julius Mihm. Mitarbeiter des städtisachen Baubetriebsamts haben viele Arbeiten ausgeführt und damit geholfen, die Kosten zu senken. 

Die Sicherheit vor Diebstahl war bei der Gestaltung der Anlage ebenfalls ein Thema. Amtsleiter Jürgen Musch wies darauf hin, dass die Bügel, an denen die Fahrräder angeschlossen werden können, nicht nur auf den Bodenbelag aufgeschraubt sind, sondern in den Boden eingelassen wurden. Als nächste größere Maßnahmen, die Radfahrern zugute kommen, nannte Musch die Nachrüstung des Fahrrad-Bereichs im Fehrle-Parkhaus und den Bau des Radwegs zwischen Gmünd und Mutlangen. 

Außerdem sollen noch in diesem Jahr die ersten Fahrradstraßen, in denen Radler auf der Fahrbahn besondere Rechte haben, ausgewiesen werden. Mobilitätsmanagerin Anja Tamm kündigte an, dass die Klarenbergstraße die erste werden soll., Denn sie sei auch bei der Aktion „Stadtradeln“, die nun wieder begonnen hat, die meistgenutzte Straße. Auch Grüne-Stadtrat Karl Miller plädierte dafür, das Konzept der Fahrradstraße noch in diesem Jahr umzusetezn. 

Bürgermeister Julius Mihm sagte, dass manche der Anwohner der Klarenbergstraße noch skeptisch gegen diese Ausweisung seien, auch wenn sie doch den Anwohnern ebenfalls entgenkomme. Er stellte klar, dass damit keine öffentlichen Parkplätze wegfallen. Das Modell der Fahrradstraßen funktioniere auch in anderen Städten gut, meinte Rainer Aichele als Vertreter der Gmünder Ortsgruppe des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club). Auf eine starke Beteiligung am Stadtradeln hofft auch Bettina Winter-Schulligen vom Arbeitskreis Mobilität und Verkehr. Man könne seine Teilnahme auch weiterhin anmelden. 

Mittreten fürs Klima beim Stadtradeln

Die Vorstellung der Abstellanlage am ZOB war Station einer Radtour, mit der Gmünd seine Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“ eröffnete. Die Aktion wird vom Klima-Bündnis ausgerichtet. Bis 17. Juli können nun alle, die in Gmünd leben, arbeiten, zur Schule gehen oder in einem Verein sind, mitmachen. Anmelden kann man sich unter stadtradeln.de/schwaebisch-gmuend. Und dann geht es darum, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Gmünd beteiligt sich zum siebten Mal - mit wachsendem Erfolg. Die städtische Mobilitätsmanagerin Anja Tamm hofft. dass Gmünd dieses Mal die Marke von 500 Teilnehmern knackt. Ergänzend gibt es am 2. Juli einen kostenlosen RadCheck der Radkultur und eine Codieraktion des Gmünder ADFC auf dem Johannisplatz. Die Codierung gibt‘s nur mit Voranmeldung, für die ersten Anmelder sogar gratis. Infos: www.adfc-bw.de/schwaebisch-gmuend/codier-aktion 2022.

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