Neue Perspektive für Seniorenanlage

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Schwäbisch Gmünd. Seit Jahren schon gibt es Pläne, in Hussenhofen eine Senioreneinrichtung zu bauen.
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Der Bau einer Anlage am westlichen Ortseingang von Hussenhofen könnte noch in diesem Jahr beginnen.

Schwäbisch Gmünd. Seit Jahren schon gibt es Pläne, in Hussenhofen eine Senioreneinrichtung zu bauen. Zuletzt scheiterte das Vorhaben daran, dass der vorgesehene Betreiber abgesprungen ist. Doch nun öffnet sich eine neue Perspektive. Möglicherweise werden die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen, sagt Thomas Kaiser.

Der frühere Ortsvorsteher wäre als Gesellschafter der Remspark Immobau-Projektgesellschaft Investor in diesem Projekt. Eigentlich standen die Schilder auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück am Ortseingang aus Richtung Gmünd schon und informierten über das Vorhaben. Doch diese Schilder wurden nun abgebaut und viele Bürger fragten nach dem Grund dafür. Den nennt Thomas Kaiser auf Anfrage der Gmünder Tagespost: Die Organisation, die als Betreiber der Anlage im Gespräch war, sei abgesprungen – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die Planungen schon weit gediehen waren.

Doch inzwischen, sagt Kaiser, sei er mit einem anderen möglichen Betreiber im Gespräch und dieses Gespräch läuft offenbar gut. Noch im Lauf dieses Jahres könnte es zu einem Vertragsabschluss kommen. Es wäe dann, im Gegegensatz zu dem früheren Interessenten, ein überregionaler Betreiber, so Kaiser.

Entstehen soll die Einrichtung auf einer Brachfläche am Ortseingang aus Richtung Gmünd, auf der früher eine Schreinerei stand. Wie Thomas Kaiser sagt, sind bisher folgende Bestandteile für die Anlage vorgesehen: eine Tagespflege, eine Pflegegruppe mit ungefähr 30 Plätzen, etwa 50 Wohnungen mit bis zu dreieinhalb Zimmern, Räume für pflegerelevante Dienstleistungen sowie eine Gastronomie.

„Die Menschen wollen auch im Alter möglichst in ihrem gewohnten Umfeld bleiben“, so begründet Kaiser die Notwendigkeit einer Seniorenanlage im Stadtteil. So bliebe auch im Pflegefall der Kontakt zu Verwandten im Ort , früheren Nachbarn und Bekannten erhalten. Dass der Bedarf auf jeden Fall da ist, hatte bereits das Rote Kreuz 2015 in einer Umfrage bei allen Bürgern in Hussenhofen und den Teilorten Zimmern und Hirschmühle ermittelt. Doch am Betrieb einer Anlage in Hussenhofen habe auch das DRK kein Interesse gezeigt, sagt Thomas Kaiser. Schließlich hat das Rote Kreuz erst vor kurzem ein Seniorenzentrum in Straßdorf in Betrieb genommen.

Laut Prognose sind im Jahr 2033 26,43 Prozent der Bürger in Hussenhofen über 65 Jahre alt.

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