Neue Perspektive fürs „Wohnen an der Stadtmauer“

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Spätestens im September möchte die Activ-Group mit den Bauarbeiten am östlichen Rand der historischen Altstadt beginnen. Links im Bild der Schmiedturm, rechts der Zugang zur Hinteren Schmiedgasse und ein Teil der ursprünglichen Stadtmauer am Rems-Parkdec
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Die Arbeiten für das Großprojekt in der östlichen Innenstadt sollen spätestens im September beginnen.

Schwäbisch Gmünd

Nach einem verschobenen Start im vergangenen Jahr gibt es nun eine neue zeitliche Perspektive für das große Bauprojekt „Wohnen an der Stadtmauer“: Spätestens im September sollen die Bauarbeiten für ein Gebäude zwischen Schmiedturm und Hinterer Schmiedgasse sowie für den Wohnturm am Eingang zur Hinteren Schmiedgasse starten. Das kündigt Samuel Dukureh auf Anfrage der Gmünder Tagespost an. Dukureh wurde bei der Firma Activ-Group mit der Projektleitung des Vorhabens betraut.

„Die Planung hat sich um ein Jahr verzögert“, bestätigt der Projektleiter. Weshalb? Die Aufgabe sei sehr komplex. Und die Activ-Group sei zu dem Schluss gekommen, dass eine detailliertere Werkplanung notwendig sei, um trotz des heißgelaufenen Marktes in der Baubranche bessere Preise bei den Ausschreibungen zu bekommen. Noch im ersten Quartal sollen die ersten Arbeiten ausgeschrieben werden, sagt Samuel Dukureh. Dabei hat er die Hoffnung auf akzeptable Ergebnisse. Die Materialknappheit, die die Preise im Baubereich zusätzlich in die Höhe getrieben hatte, scheine sich zumindest in einigen Bereichen abzuschwächen. Der Projektleiter geht davon aus, dass der Bau von „Wohnen an der Stadtmauer“ spätestens im September startet - zunächst mit einem Abbruch: Das Gebäude Hintere Schmidgasse 67 müsse noch abgebrochen werden.

Parken bis Sommer

So war der Stand im vergangenen Herbst auch schon. Damals hatte die Activ-Group die Stadtverwaltung aufgefordert, die große Freifläche an der Baldungstraße zwischen Schmiedturm und Hinterer Schmiedgasse abzusperren, um freie Bahn für die Bauarbeiten zu schaffen. Bis dahin war die Fläche täglich von zahlreichen Autofahrern als „wilder „Parkplatz genutzt worden. Doch im November teilte die Activ-Group der Stadtverwaltung mit, sie könne den Platz wieder freigeben, der Baustart verzögere sich.

Die Planung hat sich um ein Jahr verzögert.“

Samuel Dukureh,, Projektleiter

Nun geht Samuel Dukureh fest davon aus, dass der Platz im Lauf des Sommers erneut gesperrt werden muss. Ab September möchte die Activ-Group dort in einer spektakulären Architektur insgesamt 28 Wohnungen bauen. Das Hauptgebäude soll dem Verlauf der früheren Stadtmauer an dieser Stelle folgen und die Mauer optisch nachempfinden. Zudem soll auf dem Zugang zur Hinteren Schmiedgasse ein Wohnturm enstehen - ebenfalls nach historischem Vorbild an dieser Stelle. Dukureh rechnet mit insgesamt zwei Jahren Bauzeit . Eine besondere Schwierigkeit bei der Planung war, dass der Einhorn-Tunnel fast unter dem Baufeld verläuft. Die Planer mussten sicherstellen, dass der Tunnel durch das Bauvorhaben nicht beschädigt wird.

Die Stadtverwaltung sieht in „Wohnen an der Stadtmauer“ eine entscheidende Aufwertung für die östliche Innenstadt, die weitere Verbesserungen dort nach sich ziehen könnte. Außerdem soll damit der Weg zwischen dem Marktplatz und dem Modepark Röther attraktiver werden.

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  • „Wohnen an der Stadtmauer“: Was bisher geschah
  • Seit zehn Jahren wird in Schwäbisch Gmünd über das Projekt „Wohnen an der Stadtmauer“ diskutiert. Ein kurzer Rückblick.
  • Im März 2012 stellt der in Gmünd geborene und in Schorndorf aktive Unternehmer Gerald Feig erste Pläne für „Wohnen an der Stadtmauer“vor.
  • Im Oktober 2015 übernimmt die Activ-Group das Projekt von Feig. Prokurist Christian Neudeck plant einen Baustart im Sommer 2016 und eine Fertigstellung Ende 2017.
  • Im November 2016 stellen OB Richard Arnold und Baubürgermeister Julius Mihm geänderte Pläne vor.
  • Im September 2017 gibt der Leiter des Liegenschaftsamts, Gerhard Hackner, bekannt, dass die Bauarbeiten erst im Frühjahr 2019 starten und während der Remstal-Gartenschau laufen.
  • Im März 2019 rechnet die Stadtverwaltung mit einem Baustart noch im gleichen Jahr.

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