Neues Gleiten auf synthetischem Eis

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Eröffnung Eisarena
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Die Stadtwerke-Eis-Arena verspricht klimaneutralen Winterspaß auf dem Schwäbisch Gmünder Marktplatz.

Schwäbisch Gmünd

Als hätten die Wettergötter gewusst, dass am Samstag die Stadtwerke-Eis-Arena eröffnet wird, zeigte sich das Wetter zwar knackig kalt aber sonnig und lockte viele Menschen auf den Gmünder Marktplatz. Auf dem noch jungfräulichen Eis konnte Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, „meisterlich“ an der Hand geführt von der mehrfach ausgezeichneten Eiskunstläuferin Corinna Lutz, die ersten Runden drehen.

In diesem Jahr kann die Stadtwerke-Eis-Arena gleich mit mehreren Neuerungen aufwarten. Die „Gut fürs Klima Stadt“ Schwäbisch Gmünd setzt heuer auf synthetisches Eis, „klimaneutral, vollständig recycelbar und lebensmittelecht“ verspricht der OB. Und die erfahrene Eiskunstläuferin Lutz meint dazu, im Gegensatz zu echtem Eis sei die synthetische Bahn etwas langsamer. Dann müsse man eben etwas mehr Gas geben, meint der OB und „durch mehr Nutzung wird das Eis mit der Zeit schneller“, erklärt Lutz.

Weil die Eismaschine wegfällt, konnte die Eisfläche um 50 Quadratmeter auf 425 Quadratmeter vergrößert werden. Damit sei das Flächenpotenzial ausgereizt, erklären Robert Frank und Markus Herrmann von der Gmünder Touristik & Marketing GmbH.

Bei Könnern sieht's leicht aus

Während an den Banden schon die Gmünder Eislaufjugend ungeduldig auf ihre ersten Runden in der Arena wartete, erhielt der OB einen Crashkurs im Eiskunstlauf. Was bei Könnern einfach aussieht, scheint in Wirklichkeit nicht so leicht zu sein. Mit der „Standwaage mit Anlauf“ machte Gmünds Stadtoberhaupt dann aber doch eine gute Figur, auch wenn er anschließend etwas aus der Puste war. Kleinere Patzer wurden von den Zuschauenden freundlich mit Applaus bedacht.

Lediglich 2000 Eisbahnen dieser Art seien weltweit in Betrieb, in New York, Mexiko City und jetzt auch in Schwäbisch Gmünd, zeigte sich Arnold stolz. Der Betrieb der Bahn sei nur durch Sponsoren möglich geworden. So war es der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW) und deren Geschäftsführer Celestino Piazza ein Anliegen „Kindern die Möglichkeit zu geben sich im Freien zu bewegen“. Stefan Herzhauser von den Gmünder Stadtwerken erklärte, man wolle die „Stadt nicht hängen lassen“ und den Bürgern Abwechslung bieten. Die Kreissparkasse Ostalb möchte laut dem Gmünder Filialdirektor Stephan Palmer „ein Stück weit Normalität zurückbringen“.

Auch den Anwohnern sah sich der OB zum Dank verpflichtet. Und ohne das große Engagement vieler Ehrenamtlicher könnte der Betrieb der Bahn in dieser Form nicht stattfinden, dafür gab's wiederum Beifall. Bis 7. März leisten 47 Ehrenamtliche über 1000 Arbeitsstunden, sagte Gmünds Ehrenamtskoordinatorin Carmen Bäuml dankbar.

Die Helfenden hatten bereits an ihrem ersten Einsatztag alle Hände voll zu tun, Groß und Klein, Jung und Alt wollten Schlittschuhe ausleihen, für die noch etwas Unsicheren gibt es Eisschlitten als Starthilfe. Die Achtklässler des Parler-Gymnasiums waren die ersten, die das Eis erobern durften. Angst vor dem Hinfallen? Da kam ein glasklares „Nein“ von den jungen Leuten. Er selbst sei „Ü 60“, animierte Arnold launig die Zuschauer an den Banden. Seinem Lockruf „kommt aufs Eis“ folgten viele Gäste.


Die Eis-Arena am Rathaus ist bis 6. März montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und in den Ferien von 11 bis 20 Uhr befahrbar. Leih-Schlittschuhe und ein kleines gastronomisches Angebot gibt es vor Ort.

Klimaneutral, vollständig recyclebar und lebensmittelecht.“

Richard Arnold,, Oberbürgermeister
  • Wie läuft's auf Polyethylen?
  • Einen Testlauf auf der Bahn gönnten sich der Redaktionsleiter der Gmünder Tagespost, Michael Länge, und Redaktionsassistentin Andrea Grötzinger.
  • Das Fazit der beiden: Die Polyethylen-Bahn ist langsamer als Eis, hier muss die Lauftechnik entsprechend angepasst werden. Für die jüngeren Eisläufer schien das kein Problem zu sein, und wenn doch mal einer mit dem Kunsteis mehr Kontakt hatte, als erwünscht, hieß es einfach „Aufstehen, Mütze richten und weiterfahren“ ⋌aro
Eröffnung Eisarena
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Leihschlittschuhe gibt's genug - und viele freiwillige Helfer.
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Leihschlittschuhe gibt's genug - und viele freiwillige Helfer.
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Startbereit: Oberbürgermeister Richard Arnold, Eiskunstläuferin Corinna Lutz und viele Jugendliche sind die ersten auf der neuartigen synthetischen Eisbahn vor dem Gmünder Rathaus, die mehr Fläche bietet, weil nun die Eismaschine überflüssig ist.
Mit Sicherheit klappt's mit ein bisschen zusätzlichem Halt.
Mehr und weniger elegante Pirouetten zur Eröffnung.
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