Nun bekommt jeder einen Termin

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Die Zuteilung des Impfstoffs läuft bei Bosch im Grundsatz genauso wie bei den niedergelassenen Ärzten. Bisher werden nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft, eine Ausweitung auf andere Gruppen ist aber angedacht.
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150 Impfungen pro Tag wären theoretisch möglich: Bei Bosch AS in Gmünd sind schon mehr als 600 Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft worden.

Schwäbisch Gmünd

Der Andrang in der ersten Woche war riesig“, sagt Julia Naidu, die Pressesprecherin von Bosch AS. Seit gut zwei Wochen gibt es bei Gmünds größtem Arbeitgeber für Mitarbeiter die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Die Buchung der Termine läuft über ein firmeninternes System. Gut 600 der rund 4500 Beschäftigten sind inzwischen dran gewesen.

Geschäftsführungsmitglied Hanns Bernd Ketteler betont: „Das Impfangebot ist für uns der nächste Schritt für den bestmöglichen Schutz unserer Beschäftigten.“ Allen interessierten Beschäftigten wolle man auch ein Impfangebot machen.

Drei Betriebsärzte und sechs Sanitäter, die auch sonst am Standort Gmünd arbeiten, kümmern sich um die Impfungen. „Dazu kommen einige freiwillige interne Kräfte, die einen passenden Hintergrund haben“, sagt Naidu, etwa eine Mitarbeiterin, die eine pharmazeutische Ausbildung hat. „Und die haben dann noch eine extra Schulung bekommen haben.“

Die Zuteilung des Impfstoffs läuft bei Bosch im Grundsatz genauso wie bei den niedergelassenen Ärzten. „Jeder Betriebsarzt darf eine bestimmte Anzahl an Dosen bestellen, dann wird der Impfstoff zugeteilt.“ Auch da gilt, wie es bei Hausärzten oft der Fall ist: Es gibt nicht so viel wie gewünscht. Die volle Kapazität im firmeninternen Impfzentrum wird nicht ausgeschöpft, „wir könnten bei Vollauslastung theoretisch über 150 Menschen pro Tag impfen“, sagt Betriebsarzt Dr. Jan P. Schreckenberg.

Inzwischen hat sich der erste Andrang gelegt, in der dritten Woche der boschinternen Impfkampagne ist die Arbeit der Ärzte und Sanitäter eingespielt. „Jetzt bekommt jeder, der das möchte, einen Termin“, sagt Naidu. In der ersten Woche war ausschließlich Biontech verimpft worden, ab Mitte Juni waren dann auch Impfdosen von Johnson&Johnson verfügbar.

Lange Suche nach Terminen

Bisher werden bei Bosch nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft, eine Ausweitung auf andere Gruppen ist aber angedacht. „Es ist in Prüfung, dass man das ausweitet“, sagt die Sprecherin, beispielsweise auf die Angehörigen der Beschäftigen.

Einen Zwang oder eine Kontrolle, wer sich impfen lässt, gebe es aber von Seiten des Unternehmens nicht, betont Julia Naidu. Das Ziel der Firma ist klar: möglichst viel Impfschutz in der Belegschaft. „Irgendwann werden wir an den Punkt kommen, wo es ums Überzeugen und Motivieren des Rests geht.“ Bis jetzt war Überzeugungsarbeit nicht nötig, Naidu erzählt von viel „Erleichterung“, die zu spüren war. „Die Leute waren teilweise genervt von dem, was sie bisher auf der Suche nach einem Impftermin erlebt hatten.“

Für uns ist das der nächste Schritt für den bestmöglichen Schutz unserer Beschäftigten.“

Bernd Ketteler,, Geschäftsführung

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