OB: AfD-Veranstaltung ist Ärgernis und Zumutung

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Richard Arnold kritisiert geplanten Auftritt von Alice Weidel im Stadtgarten. Rupp weist Kritik zurück.

Schwäbisch Gmünd. Unter dem Titel "Politikwende jetzt!" lädt die Gmünder AfD am Sonntag, 24. Januar, um 18.30 Uhr zu einer Präsenzveranstaltung mit Dr. Alice Weidel in den Stadtgarten. "Wir halten den aktuellen Corona-Lockdown für unverhältnismäßig", sagt Gmünds AfD-Landtagskandidat Ruben Rupp auf GT-Anfrage, weshalb die AfD keine ausschließlich virtuelle Veranstaltung mache. Die AfD fordere seit Monaten den "maßgeschneiderten Schutz der Risikogruppen und ein Ende des pauschalen Lockdowns". Denn mit weiteren Verschärfungen wachse der wirtschaftliche Schaden exponentiell.

Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold kritisiert das Verhalten der AfD scharf. Viele Bürger ärgerten sich darüber, berichtet er auf GT-Anfrage von Reaktionen, die bei ihm ankämen. "Freiheit heißt auch, nicht alles zu machen, was erlaubt ist", sagt Arnold dazu, dass die Veranstaltung der AfD rechtlich zulässig sei. Die AfD habe ein der Corona-Verordnung entsprechendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt. Dennoch sei die Veranstaltung "verantwortungslos" und "rücksichtslos", sagt der OB. Auch junge Menschen, die zurzeit nicht zur Schule gehen dürften, hätten sich an ihn gewandt.

Arnolds Vorwürfe seien nicht nachvollziehbar, sagt dazu Rupp. Die AfD habe "sehr viel zusätzliches Geld in die Hand genommen, um das Risiko für Corona-Ansteckungen zu minimieren". Im von der AfD gemieteten Peter-Parler-Saal im Stadtgarten dürfe maximal ein Siebtel der Plätze besetzt sein, um die 1,50-Meter-Abstandsregel einzuhalten. Für gefährdete Risikogruppen biete die AfD einen Livestream an. Und die AfD habe mit ihrem "umfassenden Hygienekonzept sämtliche hygienischen Erfordernisse übererfüllt". Richard Arnold hat trotzdem "vollstes Verständnis" für Kritik aus der Bürgerschaft und von Schülern. Die CDU, sagt der OB, habe am Wochenende gezeigt, wie man eine Veranstaltung digital durchführen könne. Bei der AfD sei das Gegenteil der Fall, sagt das Stadtoberhaupt, das die geplante AfD-Veranstaltung für ein "ganz großes Ärgernis" und eine "Zumutung" hält.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL