OB Arnold: Etwa 500 Flüchtlinge im Raum Gmünd

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Richard Arnold stellt im Verwaltungsausschuss aktuelle Situation dar und Maßnahmen der Stadt vor.

Schwäbisch Gmünd. Aktuell gibt es in Gmünd 245 registrierte Flüchtlinge aus der Ukraine. Diese Zahl nannte am Mittwoch Oberbürgermeister Richard Arnold. Täglich kämen etwa 30 Personen zur Anlaufstelle im Gmünder Rathaus. An manchen Tagen doppelt so viele. Arnold rechnet aktuell mit etwa 500 ukrainischen Flüchtlingen im Raum Gmünd, da sich nicht alle registriert hätten. Dies seien in der Regel Mütter mit Kindern, Mutter oder Schwiegermutter. Bis zum Mittwoch seien der Stadt 148 Wohnungen für Flüchtlinge angeboten worden. Diese Angebote würden von städtischen Mitarbeitern gesichtet und dann vermittelt. Das Zusammenspiel der Stadtverwaltung und der Stadtgemeinschaft funktioniere gut, sagte Arnold, der dafür allen Beteiligten dankte. Inzwischen gebe es auch einen Pool mit ehrenamtlichen Dolmetschern für die ukrainische und die russische Sprache, sagte Arnold. Diese unterstützen Flüchtlinge, die in Gmünd ankommen.

Der Ostalbkreis sei nicht weit weg von der „Außergewöhnlichen Einsatzlage“ (AEL), bei der ehrenamtliche Kräfte einfacher eingesetzt werden können, sagte Arnold. Die AEL rufe der Landrat aus. Komme sie, werde sofort das Ankunftszentrum in der Lorcher Straße mit 150 Betten aufgemacht. Arnold verwies zudem auf Sprachkurse für Flüchtlinge, die die Volkshochschule ab 28. März anbietet. Der OB dankte dem Rektor der Mozartschule, Alexander May, der schon Kinder aus der Ukraine an seiner Schule aufgenommen habe. Dies klappe sehr gut, sagte Arnold. Auch bei den Leiterinnen der Kitas sehe er eine große Bereitschaft, Kinder aufzunehmen. Arnold sagte, dass das Benefizkonzert der Musikschule für die Ukraine am kommenden Wochenende aus Krankheitsgründen ausfallen müsse. Den Stadträten teilte der OB mit, dass die Stadt für die Hilfe für die Menschen aus der Ukraine 200 000 Euro in den Haushalt 2022 einstellen werde. Vom Land forderte der OB mehr Flexibilität. Die Stadt brauche Integrationsmanager. Das Land dürfe die Kommunen in dieser Situation nicht allein lassen. ⋌Michael Länge

Richard Arnold

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