OB Arnold: Raum Gmünd braucht Klinik

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Für Gmünds Stadtoberhaupt steht Qualität der Gesundheitsversorgung an vorderster Stelle.

Schwäbisch Gmünd. Für Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold steht in der Diskussion über die drei Kliniken des Ostalbkreises die Qualität der Gesundheitsversorgung an vorderster Stelle. Auch aus diesem Grund brauche es für Gmünd und den Raum Gmünd eine Klinik mit Spezialisierung. Arnold verweist dabei auf die Bevölkerungsdichte: Im Raum Gmünd kämen bei 136 200 Einwohnern und 44,5 Hektar Fläche knapp 3100 Einwohner auf einen Hektar. Im Raum Aalen seien dies bei 178 990 Einwohnern und 106,6 Hektar 1679 Einwohner pro Hektar. Auch werde eine Aufteilung mit einem Krankenhaus 1 und einem Krankenhaus 2 im Ostalbkreis der Sache nicht gerecht. Diskutiert werden aktuell zwei Varianten: eine Fusion der Ellwanger und Aalener Klinik in einem Neubau, Mutlangen bliebe dann erhalten. Oder eine neue Klinik zwischen Gmünd und Aalen, Ellwangen bliebe dann erhalten. Dabei begrüßt Arnold, dass die Diskussion öffentlich geführt wird. Er erinnert daran, dass die drei Kliniken in Aalen, Gmünd und Ellwangen 2017 unter ein Dach geführt worden seien. Damit habe der frühere Landrat Klaus Pavel die dezentrale Versorgung erhalten. Nun, nach zwei Jahren Corona, führten zunehmender Fachkräftemangel und Klinikdefizite, aktuell etwa 20 Millionen Euro im Jahr, zu einer erneuten Diskussion. Diese Diskussion, sagt der Gmünder OB, brauche es, um aus der finanziellen Situation und dem Fachkräftemangel rauszukommen. Schon vor Jahren habe sich der Ostalbkreis entschlossen, nicht den Weg beispielsweise des Rems-Murr-Kreises zu gehen, der zwei Kliniken in Waiblingen und Backnang geschlossen und in Winnenden eine neue Klinik gebaut hatte. Seit 2017 sei zudem investiert worden, allein 20 Millionen Euro in die Mutlanger Notaufnahme. Auch sei die Onkologie in Mutlangen eine Vorzeige-Spezialisierung. Deshalb, sagt Arnold, gehe es nun nicht um Standort-Planspiele, sondern darum, „die Dinge im Sinne der Patienten in Ordnung zu bringen“.

Arnold bringt schließlich einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: Er hinterfragt ein neues auf Aalens Union-Areal für aktuell 100 Millionen Euro geplantes Kreishaus. Ob dieses in einer sich mit immer mehr Homeoffice entwickelnden Arbeitswelt tatsächlich nötig ist? Oder ob dieses Geld nicht besser in eine Versorgung der Patienten fließen solle? Michael Länge

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