OB: Umgestaltung der Schmiedgassen zahlt sich aus

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Soll der Busverkehr aus den Schmiedgassen auf die Remsstraße verlagert werden?

Stadtverwaltung zieht positive Zwischenbilanz und kündigt weitere Änderungen an.

Schwäbisch Gmünd. Bei der Umgestaltung der Schmiedgassen gebe es noch manches zu verbessern, aber der Kurs stimme. Diese Auffassung vertrat Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwoch im Bauausschuss. Er stellte auch die Frage, ob Überlegungen sinnvoll sind, den Busverkehr aus den Schmiedgassen auf die Remsstraße zu verlagern. Immerhin beförderten sie in Gmünd pro Tag rund 16 000 Fahrgäste. Die Busunternehmer zweifelten jedenfalls, ob eine Busspur auf der Remsstraße ein guter Ersatz für die Route durch die Schmiedgassen wäre. Stattdessen setzten sie in den Schmiedgassen vermehrt kleinere E-Busse ein, hätten allerdings Probleme, zusätzliche Busfahrer zu finden. Die Busfahrer kämen mit den Änderungen in den Schmiedgassen gut klar.

Inseln mit Christbäumen

Als nächstes sollen Ladezonen für die Anwohner und Geschäftsleute eingerichtet und die Brezel-Parkplätze deutlicher als Kurzzeitplätze ausgewiesen werden. Im Advent werden Christbäume am Fernsehplatz und vor dem Schmiedturm aufgestellt. Eingerichtet werden sollen auch Christbauminseln, die von Kindern geschmückt werden. Dort, wo die Strandkörbe waren, sollen der Weihnachtsthron, ein historischer Schlitten und eine alte Kutsche aufgestellt werden. Die Konturenbeleuchtung soll in die Schmiedgassen verlängert werden, die Bushaltestellen am City-Center sollen barrierefrei werden.

Baubürgermeister Julius Mihm hat 25 Rückmeldungen von Anwohnern, Gastronomen und Geschäftsleuten zu der Umgestaltung ausgewertet. Die generelle Meinung: Die Aufenthaltsqualität habe sich sehr erhöht. Die Anwohner berichten von deutlich weniger Lärm. Nachts allerdings sei in den Gassen mehr los. Der Einzelhandel melde einen entspannteren Kundenkontakt, kritisiert allerdings den Wegfall der Parkplätze. Die Gastronomen hätten mit den Holzdecks für die Außenbewirtschaftung gute Erfahrungen gemacht. Die Stadt möchte in der Vorderen Schmiedgasse zusätzliche Fahrradstellplätze schaffen. Außerdem sollen im Bereich Fernsehplatz/Strandkörbe „kreative“ Aschenbecher aufgestellt werden, da dort viele Kippen herumlägen.

„Niemand von den Beteiligten möchte zurück zum vorherigen Zustand“, bilanzierte Richard Arnold. wof

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