Origami und Froschzyklus als Schmucksujet

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Freuen sich auf die Schmucktage (v.l.): Christian Baron, Iris Schamberger, Andrea Rein, Iris Köhnke und Andreas Futter.
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Nach zwei Jahren Pause zeigen Schmuckschaffende wieder ihre handgearbeiteten Unikate.

Schwäbisch Gmünd. Schmuck ist Ausdruck von Individualität, besonders dann, wenn er handwerklich gefertigt ist. In Schwäbisch Gmünd muss man nicht lange auf die Suche gehen, um fündig zu werden, denn in der alten Gold- und Silberstadt wird die Tradition des Silberschmiedens gepflegt. Ein guter Überblick versprechen die 22. Gmünder Schmucktage, die am kommenden Wochenende stattfinden werden. Nun stellte die Touristik- und Marketing GmbH mit drei Teilnehmern die Veranstaltung vor, die wieder eine große Bandbreite an Unikatschmuck verspricht.

Neun Schmuckschaffende werden ihre aktuellen Arbeiten im Festsaal des Predigers präsentieren: Neben Iris Köhnke, die erstmals mit eigenem Schmuck vertreten sein wird, haben Tamara Brötzler, Anke Fischer, Sabine Linke, Jane Lyon, Vanessa May, Alkie Osterland, Iris Schamberger sowie Trude Wendelstein einen Stand; außerdem werden der Edelmetallverband und das Berufskolleg mit von der Partie sein, und mit Andreas Futter wird erstmals ein Künstler die Schau bereichern.

Für Gmünds Ersten Bürgermeister Christian Baron ist Schmuck ein Herzensanliegen, zumal in Gmünd keine Konfektionsware hergestellt werde, sondern Unikate. Dies zeichne die hiesige Szene aus: Dass alles von der Idee bis zur Fertigstellung handgemacht und einzigartig ist, was er mit einem Beispiel illustrierte: Selbst eine Origamifigur aus Papier könne man von einem Gmünder Silberschmied nachbilden lassen. Klasse findet er, dass auch Andreas Futter ausstellt und lobt die ironische Distanz und den augenzwinkernden Witz seiner bronzenen Figuren.

„Gott sei Dank können wir die Veranstaltung wieder in Präsenz durchführen“, erinnert Andrea Rein von der Touristik und Marketing GmbH (T&M) daran, dass sie 2020 gar nicht und letztes Jahr virtuell stattfinden musste. Sie lobt die Möglichkeit, mit den Schmuckschaffenden ins Gespräch zu kommen, da alle Künstler anwesend sein werden, und das große Spektrum. Iris Schamberger etwa wird ihre neuen Emaille-Arbeiten vorstellen, z.B. Ringe, die einen Froschzyklus abbilden.

T&M-Chef Markus Herrmann sieht die Kreativität dieses Jahr in Frauenhand und freut sich, dass Anna Glück, die letztes Jahr verstarb, bei den Schmucktagen gewürdigt wird. Eine Kette aus ihrer Reihe Add on ist auf dem Plakat abgebildet. Weil die Schmucktradition in kleinen Ateliers und oft im Verborgenen gepflegt wird, hält er die Schau für besonders wichtig, zumal sie Anziehungskraft bis in den Großraum Stuttgart hat.

Für Synergieeffekte werden die Remstal-Museumsnacht am Freitag und der internationale Museumstag am Sonntag sorgen, die hoffentlich viel Publikum mit sich bringen. Was die Künstler gut brauchen können, denn der Krieg in der Ukraine bedeutet auch für sie einen Dämpfer, berichten Iris Schamberger und Iris Köhnke. Birgit Markert

 Die 22. Schmucktage werden am Freitag, 13. Mai, um 19 Uhr im Prediger-Festsaal eröffnet und gehen am ersten Tag bis 22 Uhr, samstags von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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