Pakete am Ziel: HBG-Schülerinnen können punkten

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Die Anwendung ist nur eine von vier Hürden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „First-Lego-League“-Regionalwettbewerbs in der „Eule“ in Schwäbisch Gmünd nehmen müssen.
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„First-Lego-League“-Regionalwettbewerb in der Wissenswerkstatt „Eule“ in Schwäbisch Gmünd. Diesmal geht es für alle Teams um das Thema „Cargo Connect“.

Schwäbisch Gmünd

Autonomes Fahren funktioniert. Zumindest beim „First-Lego-League“-Regionalwettbewerb in der „Eule“ in Schwäbisch Gmünd. 19 Teams aus dem Südwesten treten gegeneinander an, um sich für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren. Aus Schwäbisch Gmünd sind zwei Teams des Hans-Baldung-Gymnasiums dabei, sie nennen sich „HaBeGonier“ und „HaBeGonier2“. Die „HaBeGonier“ belegen am Ende den dritten Platz in der Gesamtwertung. 

125 Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 16 Jahren sind am Start, müssen sich in vier Kategorien beweisen. Es geht ums Robot-Game, um das Design des Roboters -   die „HaBeGonier“ können diese Wertung für sich entscheiden - um Forschung und den Teamgeist. Und vor allem ums Thema 2022: „Cargo-Connect“. Was die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht wissen, sagt ihnen Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron in seinem Grußwort: „Die Eule ist perfekter Ort für das Thema, ein ehemaliger Güterbahnhof mit der früheren Lagerhalle als zentralem Raum.“

Dort herrscht am Samstag schon früh Aktivität, bei manchen auch Hektik. Nicht so bei Amelie Greul (11) und Rieke Brökelmann (12) vom Hans-Baldung-Gymnasium. Sie haben sich aufs Thema gründlich vorbereitet, werden beim Wettbewerb von ihrer Lehrerin  Christin Landeck begleitet. Am HBG sind sie in einer komfortablen Position. „Wir haben in der Schule einen eigenen Raum für die Lego-Roboter“, sagt sie. Die beiden Schülerinnen präsentieren der Jury eine praxisnahe Forschung: „Wir versuchen, den Postweg zu verbessern, Pakete umweltfreundlich ans Ziel zu bringen“, sagt Amelie Greul. Sie möchten verhindern, dass Paketdienste mehrfach am Ziel vorfahren müssen und schlagen private Pakettonnen vor, Chip-gesichert und nur vom Paketdienst zu öffnen. „Besser als die Packstationen vor den Supermärkten“, meint Rieke Bröckelmann.

Und was ist am Wettbewerb so besonders? „Alles zusammen macht Spaß“, sagen die HBG-Schülerinnen.

Christian Baron kann das nachvollziehen, auch wenn er selbst in der Schulzeit keine Roboter programmieren durfte: „Da war Lego noch ein Spiel mit den Bausteinen.“ Dass junge Leute Spiel und Forschung verbinden, dass sie sich konkrete Lösungen für Probleme der Zeit ausdenken, begeistere ihn.

Das sagt auch Michael Nanz, Chef der Technischen Akademie, zu der die „Eule“ zählt. Er freut sich vor allem über die wieder gewonnene Präsenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Dann warten auch schon die Jurymitglieder auf die Präsentationen. „Wir fühlen den jungen Menschen schon auf den Zahn“ sagt dort Niklas Zischka. Es gehe natürlich um die Inhalte zum Thema „Cargo-Connect“, um praktikable Vorschläge. Nicht weniger von Interesse sei die Teamarbeit, auch später Voraussetzung fürs Gelingen. Es geht um die Kommunikation untereinander, um den Beitrag, den die Lehrkräfte dabei leisten.
Am Nachmittag ist der zentrale Raum der Eule voll belagert, dort beweisen sich die Teams mit ihren autonom agierenden „Wettbewerbsteilnehmern“. Transporter machen sich selbstständig,  Verladestationen müssen funktionieren und die Fahrtrouten eingehalten werden. „Wir haben auch schon erlebt, dass Fahrzeuge außer Kontrolle gerieten und das Aktionsfeld verlassen haben“, weiß Dominik Minet, Projektmanager in der „Eule“. An diesem Nachmittag überstehen die Roboter der Teams die zwei Minuten und 30 Sekunden des Auftritts weitgehend unbeschadet. 

Die Sieger des First Lego League Regionalwettbewerbs: 1. Allgaeu Robotics aus Kempten, 2. GSG Robots aus Ludwigshafen, 3. HaBeGonier aus Schwäbisch Gmünd.

Die „Eule“ ist ein perfekter Ort für das Thema.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister

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