Per Masterplan klimaneutral bis 2035

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Tei der Klima-Planungen in Gmünd: Ausbau der Ladeinfrastruktur.
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Schwäbisch Gmünd

In drei Schritten soll Gmünd den Weg zur angestrebten Klimaneutralität bis 2035 gehen. Jeweils mit Maßnahmenpaketen in den städtischen Doppelhaushalten 2022/23 und 24/25, danach mit einem „Masterplan“, der den Weg zwischen 2025 und 2035 genau vorzeichnen soll. Darüber waren sich Stadtverwaltung und die Vertreter der Fraktionen im Grundsatz einig bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Mittwoch.

Die To-do-Liste für 2022/23: 51 „klimarelevante Maßnahmen“ lang ist die Liste dessen, was in Gmünd in den kommenden zwei Jahren geschafft werden soll. „Das ist unser kurzfristiger Masterplan mit einem Einsparpotenzial von 17  700 Tonnen CO2 und Gesamtinvestitionen von 27,73 Millionen Euro“, sagte Gmünds Klimaschutzmanagerin Chiara Kriz. Das sei „eine Verbesserung um sieben Prozent zum Vergleichsjahr 2017“, so Kriz. Oberbürgermeister Richard Arnold fügte hinzu: „Das wird nicht reichen. Wir müsse selbstverständlich mehr machen, im Doppelhaushalt 2024/25 muss sich das niederschlagen.“ Es sei „ein Kraftakt“: „Dafür müssen wir Geld in die Hand nehmen, das wir dann an anderer Stelle nicht haben.“

Bunte Mischung: Es stehen die erwartbaren, großen Brocken auf der Liste, deren geschätztes Einsparpotenzial in Tonnen CO2 benannt wird: etwa energetische Sanierung städtischer Gebäude (400 Tonnen CO2 bis 2025) oder Ausbau der Ladeinfrastruktur (3200 Tonnen CO2 bis 2025).

Es stehen aber auch Dinge in der Liste, deren direkte Auswirkung auf CO2 und Klima nicht messbar sind: der Nachhaltige Einkaufsführer für Gmünd, Energieberatung der Stadtwerke, der barrierefreie Ausbau einer Bushaltestelle.

Nicht nur CO2 einsparen: Der Kern von Klimaschutz ist CO2-Einsparung, aber in Gmünd sollen mehr „Handlungsfelder“ dazugehören: Klimaschutz auch als Schutz vor und Vorbeugung gegen Klimaerwärmung, als so genannte Klimaanpassung von städtischen Räumen und ihrer Bepflanzung. Außerdem: Konsum und Ernährung, Bürgerbeteiligung sowie „Globale Verantwortung“.

Das Label für die Klima-Politik: Der „European Energy Award“ ist für Kommunen etwas wie das Fairtrade- oder Bio-Label bei Lebensmitteln: Es gibt Kriterien, die man erfüllen muss und deren Erreichung überprüft wird. Der EEA soll den Weg weisen bis 2035, erstellt von einem externen Berater: Uwe Schelling vom „Büro für Klimaschutz und Energie zur Prozessbegleitung“. „Der EEA macht keinen Masterplan, aber er zeigt die Grundlagen für die Erstellung dieses Masterplans“, so Schelling. Ziel ist dann ein großer Zehn-Jahres-Masterplan von 2025 bis 2035.

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