Per Website Gmünd besser machen?

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Eines von vielen Themen der neuen Website www.gmuendfuermorgen.de: Der neue digitale faire Einkaufsführer. Der Gmünder Weltladen (hier im Bild) ist auch dabei.
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Neu ab sofort: www.gmuendfuermorgen.de - die Stadt Gmünd bündelt Projekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf einer neuen Internetseite und in sozialen Medien.

Schwäbisch Gmünd

Man ist per Du heutzutage: „Was fehlt Dir in unserer Stadt zu einem nachhaltigen und Klima gerechten Leben?“, steht als Frage auf der neuen Internetseite, die am Mittwochmorgen online gegangen ist. Auf www.gmuendfuermorgen.de hat die Stadtverwaltung Initiativen und Projekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammengefasst: Energieberatung, Car-Sharing-Tipps, Mitmachaktionen wie Stadtradeln oder Spenden für den Gmünder Wald.

„Das gibt es alles schon, aber eben nicht gebündelt“, sagt Franka Zanek, die Leiterin des Amts für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bisher musste man sich die Themen zusammensuchen, teilweise auf der städtischen Homepage. Um all dies für die Gmünder leicht zugänglich zu machen, gebe es nun die neue „Plattform für Kommunikation und Information“, sagt Franka Zanek.

Motto: „Gmünd macht mit“

Kommunikation soll heißen, dass Bürger auch mitmischen können. Etwa mit der Was-fehlt-Dir-Frage und weiteren Elementen, die zeigen, dass die Seite keine Information-Einbahnstraße sein soll. „Wir wollen es schaffen, die Gmünderinnen und Gmünder mitzunehmen, und wir wollen die Schwarm-Intelligenz der Bürger nutzen“, sagt Zanek. Unter „Gmünd macht mit“ sind verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten geboten. Hier können Gmünder mit kleinen Spenden ihrer Stadt helfen, mit der Aktion „1 Euro fürs Gmünd für morgen“ oder einer Beteiligung am Klimafonds. Auch eine Aktion wie „Gmünder Gärten für morgen“ gehört dazu.

Außerdem soll es in sozialen Medien regelmäßig Kampagnen geben, so Franka Zanek. „Das können Videos sein auf Facebook: Wie kann ich mir ein Regio-Rad ausleihen? Oder wir machen mit den Kollegen vom Garten- und Friedhofsamt etwas zum Thema: Wie lege ich einen naturnahen Garten an?“

Ganz wichtig: Bürgerbeteiligung

Von den Gemeinderäten gab es bei der Vorstellung im Verwaltungsausschuss der Seite einiges an Lob („eine ansprechende Seite“, so etwa Karin Rauscher), aber von vielen auch der Hinweis, dass sie die Möglichkeiten Bürgerbeteiligung extrem wichtig und ausbauenswert finden. Wie im Internet üblich: eine Version 2.0 und weitere sind mitgedacht, versicherte Franka Zanek: „Es soll sich weiter entwickeln, es ist nicht statisch.“

Dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz einen eigenen Auftritt abseits der städtischen Homepage bekommen, zeigt die Bedeutung der Themen: „Es sind mit die herausforderndsten Aufgaben unserer Zeit, und sie bedeuten für unsere Stadtgesellschaft eine tiefgreifende Transformation“, so Zanek.

„Um diesen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess erfolgreich zu gestalten, ist die Einbindung der Menschen unserer Stadt unabdingbar.“ Kommunikation sieht Zanek als eine ihrer Hauptaufgaben, nur so könne das „die Stadtgesellschaft“ schaffen.

Wir wollen die Schwarm-Intelligenz der Bürger nutzen.“

Franka Zanek,, Amt für Nachhaltigkeit/Klimaschutz
  • Der neue digitale faire Einkaufsführer für Gmünd
  • Auf einer Karte: Teil des neuen Web-Angebots ist ein digitaler fairer Einkaufsführer, der zeigt, wo man in Schwäbisch Gmünd fair gehandelte, plastikfreie oder regionale Produkte kaufen kann. Außerdem werden Geschäfte mit so genannten „Noteingängen“, Netten Toiletten, kinderfreundliche Geschäfte und barrierefreie öffentlichen Toiletten auf der digitalen Karte angezeigt.
  • Viele Partner: Der Einkaufsführer ist ein Kooperationsprojekt mit dem HGV, der Aktion Familie, der Initiative BIWAQ und dem Weltladen, der schon vor gut zehn Jahren einen ersten fairen Einkaufsführer für Gmünd - damals noch als Infoblatt - erstellt hatte. „Das Thema fair ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagt Weltladen-Vorsitzende Cordula Reichert . „Als ich vor 20 Jahren im Weltladen angefangen habe, konnte man das kaum buchstabieren.“ HGV-Geschäftsführerin Simone Klaus fügt hinzu: „Klar haben wir sofort mitgemacht, das Thema wird uns in den nächsten Jahren sehr beschäftigen.“

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