Pizzalieferung an den Freibadzaun in Gmünd

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Noch steht er leer, der Kiosk im Freibad. In einigen Wochen sollen Bademeisterin Conny Lang und vor allem die Badegäste dort wieder einkaufen können.
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„Es gibt genügend Bewerber“ - in wenigen Wochen soll der Kiosk im Gmünder Freibad wieder aufmachen – boomt bis dahin der Fastfood-Lieferservice an den Zaun?

Schwäbisch Gmünd

Eine große Pizza Salami, eine mittlere Hawaii, bitte in die Richard-Bullinger-Straße, Eingang Freibad. Solche oder ähnliche Lieferaufträge hatten Gmünder Lieferdienste am letzten sonnigen Wochenende zu erledigen. Weil der Kiosk im Bud-Spencer-Bad geschlossen ist, haben sich hungrige Badegäste einfach beliefern lassen.

Es herrscht Pommes-, Eis- und Cola-Notstand im Gmünder Freibad, weil die Bäderbetriebe der Stadtwerke von der Kündigung des bisherigen Pächters kalt erwischt wurden. „Er hat Ende April gekündigt“, sagt Isabel Barth, die Kaufmännische Leiterin der Bäderbetriebe. Darum konnte kurzfristig, bis zum Saisonauftakt am 8. Mai, kein Nachfolger mehr gefunden werden.

Gespräche mit Bewerbern

Steffen König, der Marketingleiter der Stadtwerke, ist optimistisch, dass es bald wieder Pommes und mehr geben wird. „Wir haben viele Bewerber für die Bewirtschaftung“, sagt König. Die Bewerber kommen aus Gmünd, dem Altkreis, auch aus dem Kreis Göppingen, sagt König.

Derzeit laufen die Gespräche mit den Interessenten; König hofft, den Auswahlprozess in der kommenden Woche abgeschlossen zu haben. „Das Ziel ist es, jemand zu finden, der möglichst schnell übernehmen kann“, sagt Isabel Barth. Steffen König: „Ich rechne damit, dass es in wenigen Wochen wieder losgeht.“ Komplett neu einrichten muss sich ein künftiger Betreiber nicht, die Grundausstattung der Küche dort sei vorhanden, bekräftigt König.

Von den Pizza-Lieferungen weiß natürlich auch Bäderbetriebsleiter Thomas Vetter. „Wir tolerieren es aktuell“, sagt er knapp. Der Normalfall ist es nicht, das macht Vetter auch deutlich. „Wir haben schließlich ein Interesse daran, dass ein Betreiber florierende Geschäfte macht. Das Freibadgeschäft ist schließlich schon vom Wetter her mit einem gewissen Risiko verbunden“, sagt Isabel Barth.

Pizza-Durchsage abgelehnt

Was es definitiv nicht geben wird – „Das haben wir abgelehnt“, so Vetter - ist eine Durchsage wie diese via Freibad-Lautsprecher: „Die Badegäste, die Pizza Salami und Hawaii bestellt haben, mögen bitte zum Ausgang kommen.“

Wir haben viele Bewerber für die Bewirtschaftung.“

Steffen König,, Stadtwerke

Rückzug aus "persönlichen Gründen"

Der bisherige Pächter Safet Ljajka, früher auch Betreiber der Stadtgarten-Gastronomie, hat den Vertrag „aus persönlichen Gründen“ gekündigt, sagt er. Wirtschaftlich sei die Cafeteria im Freibad immer gut gelaufen und rentabel gewesen.
Es sei eine Trennung im Einvernehmen gewesen, betont Isabel Barth, die Kaufmännische Leiterin der Bäderbetriebe. „Die Gründe des Pächters waren nachvollziehbar.“ mü

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