Polizei setzt Verbot der Demo durch

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Die Polizei setzte am Dienstag das Verbot der Demo gegen Corona-Auflagen durch.
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Knapp 40 Gegner der Corona-Auflagen auf dem Marktplatz. Antikonfliktteam verstärkt Ordnungshüter.

Schwäbisch Gmünd. Zwischen 30 und 40 Gegner der Corona-Maßnahmen fanden sich am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr auf dem Gmünder Marktplatz ein, obwohl die Stadt die Kundgebung bereits am vergangenen Donnerstag verboten hatte. Die Kundgebung hatte der Alfdorfer Stefan Schmidt für diesen Dienstag angemeldet. Gegen 18.30 Uhr kam er selbst auf den Marktplatz. Demo sei "pfui", sagte er. Dies wollten Oberbürgermeister Richard Arnold, Bürgermeister Christian Baron und Ordnungsamtschef Gerd Hägele nicht. In Gmünd werde nicht demonstriert. Deshalb gehe er nun "spazieren", sagte Schmidt und startete mit einem Transparent "Corona-Wahnsinn stoppen" eine Runde durch die Stadt.

Die meisten der Kundgebungsteilnehmer wollten sich mit dem Verbot nicht abfinden. Eine Frau spazierte über den Marktplatz und sang "Die Gedanken sind frei". Eine weitere sang den "Alois". Andere suchten das Gespräch mit Hägele und Baron, fragten nach den Gründen für das Verbot. Hägele verwies sie an Versammlungsleiter Schmidt, er könne ihnen die Gründe nennen. Er erläuterte ihnen dann aber doch, dass bei der Demo am Sonntag vor einer Woche Auflagen wie Maskenpflicht und Abstand nicht eingehalten worden seien. Er habe auch genug vom Lockdown, sagte Baron im Gespräch mit einer Bürgerin. Und, ja, es sei wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, betonte der Bürgermeister, der die Gründe für das Verbot wiederholte: dass Regeln nicht eingehalten worden seien.

Gegen 19 Uhr kehrte Schmidt auf den Marktplatz zurück. Insgesamt waren knapp 40 Menschen zwischen Rathaus und Marienbrunnen. Die Polizei, die durch ein Antikonfliktteam aus dem Regierungsbezirk Tübingen verstärkt wurde, forderte die Menschen auf, den Marktplatz zu verlassen. Sie kündigte an, den Platz zu räumen, Fotos zu machen und Personalien aufzunehmen. Danach leerte sich der Platz.

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