Pop-up-Ampeln für die Radfahrer

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Neuer Platz für die Ampel an der Unteren Zeiselbergstraße - die soll künftig auch dem querenden Radverkehr zugute kommen.
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Eine viertel Million Euro für die Klarenbergstraße, Verbesserungen am Altstadtring: Was 2023 für den Radverkehr in Schwäbisch Gmünd geplant ist – und was nicht.

Schwäbisch Gmünd

Rund 250  000 Euro sollen in diesem Jahr in die Klarenbergstraße investiert werden, um sie zur Fahrradstraße zu machen. Das sagt Anja Tamm, die Mobilitätsmanagerin der Stadt. Was in diesem Jahr für den Radverkehr in Gmünd verbessert werden soll, und was erst in den Folgejahren kommt – die GT hat sich einen Überblick verschafft.

Neue Ampelstandorte: Der Radring Altstadt, der im vergangenen Jahr eingerichtet worden ist, soll in diesem Jahr an einigen Punkten verbessert werden. Handlungsbedarf sehen die Planer an zwei Stellen, wo die Radfahrer auf dem Ring viel befahrene Straßen überqueren müssen: am Übergang von der Rinderbachergasse über die Königsturmstraße sowie an der Kreuzung Untere Zeiselbergstraße/Paradiesstraße. Der Plan ist, dort die Ampeln zu versetzen, damit sie auch querenden Radlern zugutekommen. Zunächst in Form „vorgelagerter Behelfsampeln“, sagt Franka Zanek, die Leiterin des Amts für Klimaschutz. Im Moment werden die Standorte geprüft, so Zanek. Die neu platzierten „Pop-up-Ampeln“, wie sie in der interfraktionellen Gruppe Rad auch genannt wurden, sollen in später wieder durch fest installierte Ampeln ersetzt werden. „Das soll im Grundsatz mit dem Doppelhaushalt 24/25 kommen.“

Vorfahrt für den Radring: Eine weitere Änderung könnte es in der Ledergasse geben: Statt der abknickenden Vorfahrt in die Fischergasse zur Remsstraße könnte der Geradeaus-Verkehr und damit der Radring Vorfahrt bekommen. Das werde geprüft, sagt Franka Zanek: „Eine andere Vorfahrtsregel an der Ecke Ledergasse/Fischergasse nehmen wir in die nächste Verkehrsschau mit.“ Zudem werde an dieser Stelle über weitere „Einfahrtsbeschränkungen“ in Richtung Marktplatz nachgedacht, so Zanek. Welcher Art von Verkehr dort künftig untersagt werden könnte, dazu sagt Zanek noch nichts Konkretes.

Weitere Ideen der „Task Force“: Die Bessermach-Ideen für den Radverkehr stammen von einer „Task Force“, wie es Zanek formuliert, an der viele beteiligt sind: „Den Altstadtring hat der Bauausschuss beschlossen, zur Umsetzung nutzen wir die interfraktionelle Gruppe Rad zusammen mit dem ADFC und dem Arbeitskreis Mobilität.“ Diese Task Force habe „das gemeinsame Ziel, den Radverkehr in Gmünd zu optimieren“. Die Ausweisung des Radrings im vergangenen Sommer sei „nur der Anfang und nicht das Ende“ gewesen, betont Zanek.

Dementsprechend sind weitere Verbesserungen geplant. Einige Bordsteine seien abgesenkt worden, nun gehe es in Anlehnung „an diese Arbeitsgruppe an weitere Markierungen, die Konkretisierung von ein paar Abzweigungen und bessere Wegführungen“. Zum Beispiel sollen im Bereich der Turmgasse und Schmiedgasse weitere Altstadtring-Symbole kommen. An der Kreuzung Zeiselberg/Paradiesstraße wünsche die Arbeitsgruppe zusätzliche Hinweise wie „Achtung Radfahrer“, erläutert Mobilitätsmanagerin Anja Tamm.

Tempo-Mischmasch bleibt: Zone 20, Fußgängerzone mit Erlaubnis für Radler, 30-er-Zonen, kombinierte Fuß-/Radwege, Spielstraßen-Schilder – der Radring führt durch alle möglichen Tempozonen. Das dürfte so bleiben: „Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, eine durchgehende Geschwindigkeit zu bekommen für Radfahrer auf dem Altstadtring“, sagt Franka Zanek. „An einigen Stellen wird es leider für Radfahrer weiter Schrittverkehr geben, weil auch das Thema Fußgänger tangiert ist.“

Warten auf 2024/25: Rund eine Viertelmillion kostet eine Fahrradstraße – zumindest die erste, die in Gmünd eingerichtet wird. „Für die Klarenbergstraße rechnen wir derzeit mit Kosten um die 250000 Euro“, sagt Anja Tamm, die Mobilitätsmanagerin der Stadt. Der Betrag lasse sich aber nicht einfach auf die anderen Straßen übertragen, fügt sie hinzu. „Es kommt auch auf den Straßenzustand und die Länge der Fahrradstraße an.“ Die weiteren in Gmünd geplanten Radstraßen Schwerzerallee und Werrenwiesenstraße werden 2023 noch nicht kommen. „Wir bemühen uns jetzt um Fördergelder, die beiden Straßen sind dann im nächsten Doppelhaushalt geplant“, sagt Franka Zanek.

Neuer Platz auch für die Ampel an der Königsturmstraße - dem Radverkehr zuliebe.
Die geplanten Verbesserung am Radring Altstadt. Grafik: rico
Gilt an der Ecke Ledergasse/Fischergasse künftig Vorfahrt für den Verkehr aus Richtung Marktplatz? Das will die Stadtverwaltung prüfen.

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