Rasch mal eine Stadtbühne

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Marvin Denk und das Modell seines Abschlussprojekts an der Hochschule für Gestaltung.
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Der frühere HfG-Studierende Marvin Denk sorgt mit einem mobilen Bühnensystem für Gesprächsstoff. Einsatz auch in Gmünd denkbar.

Schwäbisch Gmünd

In Stuttgart wird mal wieder demonstriert. Marvin Denk interessiert sich dabei besonders für den Aufbau der Veranstaltungstechnik und ist beeindruckt vom raschen Auf- und Abbau der auf einem Lastwagen montierten Anlage. Marvin Denk studiert zu der Zeit an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und hat die zündende Idee: Das wird zum Thema seiner Bachelorarbeit. Am Ende präsentiert er den HfG-Professoren Franz Biggel und Sigmar Willnauer ein mobiles Bühnensystem. Das liegt vier Jahre zurück. Marvin Denk hat weitere Mitstreiter für das Projekt gefunden. Mit im Boot sind Juliane Blanck, Paul Blanck, Robin Seitter und Leon Bader. Sie bringen Veranstaltungsmanagement, Marktrecherche und Produktentwicklung ins Team und platzieren auf der Plattform „www.stadtbuehne.io“ ihr Crowdfunding-Projekt. 41 Unterstützer haben sich in in wenigen Tagen gemeldet, weitere sind nötig, um dem Projekt endgültig auf die Beine zu helfen. Gerade in Coronazeiten sieht Marvin Denk den idealen Einsatz der mobilen Stadtbühne, weil Freiluftveranstaltungen das Infektionsrisiko senken. „Kleine Events unter freiem Himmel bieten die Möglichkeit, Menschenmassen über die Stadt zu verteilen“, sagt er. Dadurch verringere sich die Personendichte an zentralen Hotspots.

Kosten flach halten

Mit einem mobilen Bühnensystem will stadtbuehne.io auch die Kosten und Aufbauzeiten niedrig halten. Und das ist die „Stadtbühne“: ein Fahrzeugaufbau mit Ton-, Licht- und Videotechnik. Er kann mit wenigen Handgriffen zu einer Bühne gemacht werden, kann vom Pkw-Anhänger, über den 7,5-Tonner bis zum Schiffscontainer dimensioniert sein. Die Technik wird nicht von einem Veranstaltungstechniker, sondern vom Veranstalter, dem Endverbraucher aufgebaut und bedient. Marvin Denk: „Damit entstehen 50 Prozent weniger Kosten und 80 Prozent weniger Aufwand gegenüber herkömmlichen Lösungen. Die Zielgruppe der „Stadtbühne“: „Konzerte, Public Viewings, Informationsveranstaltungen, Unterhaltungskonzepte und Diskussionen sollen durch das Angebot erleichtert werden. Fahrzeuge zum Speisen- und Getränkeverkauf, Sanitär-Anhänger und Schnelltest-Busse sind zubuchbar“, so der Initiator. Ein konkretes Ziel gibt es schon: Das Konzept soll für eine Programmreihe in der Stuttgarter Innenstadt eingesetzt werden. Aktuell wird dort ein mehrmonatiges Programm für Jugendliche und junge Erwachsene geplant. Mit der Stadt habe man schon konkrete Aufführungsorte im Blick.

Nicht nur für Stuttgart

Dafür setzen sich auch der Club Kollektiv Stuttgart, das Pop-Büro der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und Nachtmanager Nils Runge ein. Möglich, dass es im Juli losgeht. Später soll das System regionalen Künstlern und Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden. Marvin Denk: „Unsere Absicht ist es, die kulturelle Vielfalt nachhaltig zu stärken und die digitale Transformation der Eventindustrie mitzugestalten.“ Die Idee soll auch für andere Städte einen Weg aufzeigen, wie die Öffnungsstufen überwunden werden können. Dabei hat er durchaus Schwäbisch Gmünd im Blick und geht davon aus, auch in der HfG-Stadt Events zu unterstützen.

Unsere Absicht ist es, die kulturelle Vielfalt nachhaltig zu stärken.“

Marvin Denk,, Gestalter

Eine Bühne auch für unterschiedliche Öffnungsstufen

Die Stadtbühne, Idee eines ehemaligen HfG-Studierenden, soll die Veranstaltungsszene unterstützen. Ohne großen Aufwand lässt sie sich für Konzerte, Public Viewings, Informationsveranstaltungen oder Diskussionen aufbauen. Gestalter Marvin Denk möchte damit die Transformation in der Eventindustrie unterstützen. Die Stadtbühne kommt auch Zeiten wie jetzt unter Corona entgegen: Sie kann sich rasch an unterschiedliche Öffnungsstufen anpassen.

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