Rehkitz per Drohne suchen

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Foto: privat

Um Rehkitze in Feldern zu orten und vor dem sogenannten Mähtod zu retten, werden verstärkt Drohnen eingesetzt in Deutschland. Die Technik ist aber teuer.

Schwäbisch Gmünd

Nicht nur die Jagd, auch der Natur-und Tierschutz gehört heute zu den Aufgaben der Jäger – darauf weist die Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd hin. Um versteckte Rehkitze in landwirtschaftlichen Feldern zu entdecken, kommen heutzutage auch Wärmebildkameras zum Einsatz – deren Anschaffung wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Um den Einsatz dieser Technik und dadurch auch den Tierschutz auf der Wiese und im Stall voranzutreiben, hat das BMEL eine Förderung in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro für das Jahr 2022 auf den Weg gebracht.

In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz von Drohnen in Kombination mit Wärmebildtechnik im Bereich der Rehkitzsuche etabliert. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass dies die mit Abstand effektivste Möglichkeit ist, um Rehkitze zu orten und vor dem sogenannten Mähtod zu retten. Derzeit werden Drohnen in Deutschland jedoch noch nicht flächendeckend eingesetzt, unter anderem weil sie in der Anschaffung relativ teuer sind. Das BMEL hatte die Anschaffung von Drohnen für die Rehkitzrettung bereits in der Vergangenheit mit einem einjährigen Förderprogramm unterstützt.

Antragsberechtigt sind eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen auf Kreisebene in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins oder in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, zu deren Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens oder die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen, bei der Wiesenmahd (so genannte Kitzrettungsvereine) gehören.

Hunderte Tiere gerettet

Die Bilanz in unserer Region fällt sehr positiv aus, berichtet Werner Rupp von der Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd:  „Allein in unserer Region (Ostalbkreis und Rems-Murr Kreis) konnten hunderte Rehkitze vor dem Mähtod oder Verstümmelungen gerettet werden. Aber auch Bodenbrüter wie Wiesenweihe und Lerche und deren Gelege konnten aufgespürt und so gekennzeichnet werden, dass der Landwirt beim Mähen von hoch oben darauf aufmerksam gemacht wurde.“

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