Remspark und Himmelsgarten bleiben in Gmünd Magnete

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Remsstrand, Blumen, Wasserspiele vor dem Rokokoschlössle, Schach unter freiem Himmel und ... Bananen – Gmünds Remspark hat, wie auch der Himmelsgarten, viel zu bieten.Grafik: ca,
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Aus den Parks der zwei Gartenschauen sind Orte geworden, die die Bürger und Besucher der Stadt gerne annehmen, auch in Pandemiezeiten.

Schwäbisch Gmünd

Die Gartenschauen in den Jahren 2014 und 2019 haben Gmünd "zwei Magnete" hinterlassen: den Remspark und den Himmelsgarten. Beide kämen bei den Bürgern und Besuchern "sehr sehr gut" an, sagt Stadtsprecher und Tourismusmanager Markus Herrmann. Deshalb sei die Stadtverwaltung nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie zunächst etwas besorgt gewesen, wie das Menschenaufkommen in diesen zwei Parks wird. Doch auch hier sei die Stadt positiv überrascht: Beide seien "keine Hotspots", sagt Herrmann. Der Chef der Touristik & Marketing GmbH sieht, dass sich in den zwei Parks ganz unterschiedliche Menschen aufhalten. Der Himmelsgarten sei mit der Spielegolfanlage und dem Kletterpark eher ein Anzugspunkt für Familien. "Sie gehen gezielt dorthin", sagt er. Und sie kämen "von weit her" nicht nur aus Schwäbisch Gmünd. Einen Grund dafür sieht Herrmann auch im Erlebniszentrum der Weleda. Beide, das Unternehmen und die Stadt, würden voneinander profitieren. Deshalb kämen oftmals auch Leute in den Himmelsgarten, die eine naturnahe Lebensweise hätten. Alles in allem ein "sanfter, nachhaltiger Familientourismus", sagt Herrmann.

Ganz anders im Remspark: Dieser ist völlig unterschiedlich zu erleben. Früh am Morgen ohne viel Leben. Allenfalls die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei sind dort anzutreffen, die dafür sorgen, dass die Blumen und Pflanzen nicht dürsten. Den Tag über seien häufig Besucher der Stadt anzutreffen, sagt Herrmann. Der Remspark sei ein Teil ihrer Tour. Zudem sei der Remspark immer wieder auch Ziel von Radlern, die dann auch die Innenstadt noch besuchten.

Der Remspark und der Himmelsgarten sind keine Hotspots.

Markus Herrmann, Tourismuschef

Am meisten Leben gibt's im Remspark in diesen Tagen mit sommerlicher Hitze aber am Abend. Vorwiegend junge Leute, sagt Herrmann, die noch nicht in der Familienphase seien. Die den Tag am Remsstrand ausklingen lassen. Und es seien die unterschiedlichsten Gruppen im Remspark anzutreffen, die sich wegen Corona dort begegnen. Stillgruppen, Yoga-Gruppen, Gymnastikgruppen, Gruppen, die meditieren, sie alle tummeln sich auf dem Rasen zwischen den Blumenbeeten vor dem Rokokoschlössle oder zwischen den Bananen hinter dem Rokokoschlössle. Dort gab's unlängst, zwischen Bananen, ein klassisches Konzert. Unter Coronabedingungen unter freiem Himmel. Solches ist für den Remspark aktuell nicht vorgesehen, sagt Markus Herrmann. Er verweist aber auf das Festival im Himmelsgarten vom 20. bis 23. August, das die Touristik & Marketing GmbH Schwäbisch Gmünd, die Firmen Mixtown und Sevotion und die Konzertdirektion IMK zusammen auf die Beine gestellt haben. Damit wollen sie auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau "nach Monaten des Entzugs" wieder einmal Live-Shows möglich machen.

Das Programm für das Festival im Himmelsgarten gibt's auf der Website www.schwaebisch-gmuend.de unter Veranstaltungen.

Was Remspark und Himmelsgarten kosten

Für die Wechselbepflanzung auf 950 Quadratmeter Fläche im Remspark gibt die Stadt im Jahr etwa 25 000 Euro aus. Die Personalkosten betragen im Jahr etwa 100 000 Euro. Wechselpflanzen für 325 Quadratmeter im Himmelsgarten kosten etwa 8000 Euro, die Personalkosten machen dort etwa 30 000 Euro aus. Die Personalkosten beziehen sich nicht allein auf die Bepflanzung. Dazu gehört beispielsweise auch das Mähen der Wiesen und Rasen. In welchem Maß die Stadt umgekehrt Einnahmen erzielt, ist schwer messbar, sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Er verweist aber auf die Resonanz: An guten Tagen kämen mehr als 2000 Besucher in den Himmelsgarten. Zudem sei dies ein "niederschwelliges Angebot für Menschen, die keinen Garten haben". Dies sei in Geld nicht zu beziffern. Herrmann ist aber sicher, dass "wir aus jedem Euro, den wir hineinstecken, ein Mehrfaches herausholen". mil

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