Rettungseinsatz wegen Flasche – der Inhalt gibt Rätsel auf

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Ein Mann stößt auf seinem Grundstück auf ein stinkendes Päckchen, setzt einen Notruf ab und ruft zahlreiche Rettungskräfte auf den Plan. 

Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof. Eine Flasche unbekannten Inhalts hat am Donnerstagmittag in der Oberen Halde auf dem Rehnenhof einen Einsatz mit zahlreichen Rettungskräften ausgelöst. Ein 33-jähriger Anwohner wollte auf seinem Grundstück Knochensteine verlegen und stieß dabei auf ein Folienpäckchen im Boden, berichtet Einsatzleiter Ralf Schamberger, stellvertretender Kommandant der Gmünder Feuerwehr. Der 33-Jährige öffnete die Tüte, fand darin eine zweite und darin eine dritte vor und schließlich eine etwa 20 Zentimeter hohe und zehn Zentimeter breite Aluflasche, die extrem roch. Daraufhin setzte er gegen 13.30 Uhr den Notruf ab, teilt Polizeisprecher David Ebert mit.

Nachdem dem 33-Jährigen schwindlig geworden war, brachte der Rettungsdienst ihn vorsorglich mit dem Krankenwagen ins Klinikum, sagt Ralf Schamberger, der mit 20 Kollegen der Abteilungen Innenstadt und Wetzgau, mit dem Feuerwehr-Chemiekalienbeauftragten Jürgen Kasprowitsch aus Rainau, mit der Polizei, dem Rettungsdienst und einem Vertreter des Bereichs Umwelt- und Gewerbeaufsicht des Landratsamts vor Ort war. In Schutzausrüstung öffneten die Feuerwehrleute die Flasche. Nach einem Test vor Ort stehe fest: Die Flüssigkeit sei weder eine Lauge noch eine Säure, und sie sei auch nicht explosiv. Die Feuerwehr sicherte die Flasche in einer speziellen Tonne für Gefahrgut und übergab diese einer Entsorgungsfirma.

Zum Zeitpunkt der Bergungsmaßnahmen war die Straße auf dem Rehnenhof bis gegen 16.30 Uhr komplett gesperrt.

Was passiert jetzt mit der Flasche und ihrem unbekannten Inhalt? Der Eigentümer sei entsorgungspflichtig, antwortet Susanne Dietterle, Sprecherin des Landratsamts. Daher müsse er entscheiden, ob das Gefäß nach höchster Gefahrenstufe entsorgt wird, und die Kosten dafür tragen. Andernfalls müsse der Stoff analysiert werden, um einstufen zu können, wie er fachgerecht zu entsorgen ist. Doch auch die Kosten für die Analyse müsse der Eigentümer übernehmen.

Zwei Kräfte gehen vor, um das Gefäß zu bergen. (©
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