E-Roller in Schwäbisch Gmünd - So geht das Ausleihen Schritt für Schritt

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Redakteur Lars Reckermann leiht sich einen Zeus-Roller aus. Der stand an der Badmauer in Gmünd.
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Diese drei Dinge sind für die erste Anmeldung wichtig. Auf welchen Straßen das Fahren keinen Spaß macht.

Schwäbisch Gmünd. Seit einigen Wochen gehören sie zum Stadtbild: die Elektro-Roller der Marken Lime und Zeus. Wie das System funktioniert, haben wir einmal Schritt für Schritt zusammengefasst.

Das erste Mal: Wer zum ersten Mal einen E-Roller in Gmünd leiht, benötigt mindestens drei Dinge, wobei eines optional ist:

1) Ein Smartphone. Ohne Smartphone keine Ausleihe. Wer sein Datenvolumen nicht unnütz belasten möchte, lädt die App von Zeus oder Lime schon zu Hause im WLAN herunter.

2) Eine Bankkarte. Auch die Registrierung sollte schon von zu Hause aus gemacht werden, dann müssen die sensiblen Daten nicht auf einem öffentlichen Platz ausgefüllt werden. Beide Anbieter erlauben aber auch die Vernetzung mit einem Paypal-Konto.

3) Einen Helm. Das Tragen eines Schutzhelms ist optional, wird aber natürlich aus Sicherheitsgründen empfohlen.

Erst normal Treten, dann startet der Akku

Den Roller finden: Wer die App auf seinem Smartphone öffnet, muss seinen Standort in den Smartphone-Einstellungen für die Roller-App freigeben. Ich wähle dafür die Möglichkeit, dass der Standort nur übermittelt wird, wenn die App auch geöffnet ist. Das spart Datenvolumen. Das Smartphone zeigt dann beim Öffnen der App die Standorte der Roller an – und deren Akku-Kapazität. Bei Lime kann ich zudem eine Gruppenfahrt buchen. Zeus will das auch bald einrichten. Auf dem Roller darf grundsätzlich nur eine Person stehen. Bei einer Gruppenfahrt kann ich aber mehrere Roller freischalten. Meine Mitfahrer benötigen die App dann nicht. Ich bezahle dann natürlich alle Fahrten über mein Konto. Da es aber immer pro Roller Abrechnungen aufs Handy gibt, sieht man, was jeder einzelne Fahrer bezahlen muss.

Das Freischalten des Rollers ist denkbar einfach. Wenn ich einen Roller in meiner Nähe gefunden habe, geht es schnell. Tipp: Die Straßenkarte in der App ruhig groß aufziehen, denn manchmal steht der Roller in einer Ecke der Straße oder zwischen zwei Autos. Am Lenkrad des Rollers dann den Barcode mit der Handykamera einscannen. Der Roller ist nun angemeldet.

Den Roller starten: Wenn das Lämpchen grün leuchtet, ist der Roller bereit. Rechts am Lenkrad ist ein kleiner Griff, der nach unten gedrückt werden kann. Er ist quasi das Gaspedal. Einfach drücken, funktioniert aber nicht. Der Roller muss erst einmal kurz angeschoben werden, als ob man einen normalen Tretroller benutzt. Dann den Hebel herunterdrücken und los geht es. Tipp: Übers Kopfsteinpflaster fahren ist kein Vergnügen und sorgt eher für ein Ganzkörper-Schleudertrauma.

Das Ende der Fahrt: Am Zielort angekommen, zeigt die Karte in der App, wo ich den Roller abstellen darf und wo nicht. In roten Bereichen (Abstellen nicht erlaubt), kann der Roller auch nicht abgemeldet werden und die kostenpflichtigen Minuten laufen weiter. Zeus hat sogar eigene Flächen markiert. Wer seinen Roller dort abstellt, bekommt noch einmal Rabatt auf seine Fahrt. Nach dem Abstellen wollen beide Anbieter, dass ich ein Foto vom Roller und dem Standort mache. Damit dokumentiere ich, dass der Roller nicht verkehrswidrig oder falsch abgestellt wurde. Wer nach der Abmeldung den Roller bewegt, löst ein akustisches Signal, eine Art Alarm aus.

Die Kosten: Abgerechnet wird nach Minuten. Das Starten kostet schon einmal bei beiden Anbietern einen Euro. Dann fallen pro Minute bei Zeus 19 Cent und bei Lime 25 Cent an. Beide Anbieter haben auch Flatrates und andere Aktionen im Programm. Da muss jeder für sich rechnen, welches Angebot sich lohnt.

Fazit: Noch erntet man etwas komische Blicke, wenn man durch Gmünd rollt. Auf Kopfsteinpflaster macht das Fahren keinen Spaß. In manchen Straßen habe ich etwas Angst, weil diese Straße doch viel befahren sind. Um bequem von A mach B zu kommen, ist die Fahrt ganz witzig. Schnell sind aber einige Euro angefallen.

So sehen die beiden Apps auf dem iPhone aus: links Lime und rechts Zeus.
Ein Roller der Marke Lime steht am Gmünder Kunstverein.
Es gibt eigens eingerichtete Abstellzonen. Wer dort etwa seinen Zeus-Roller abstellt, bekommt auf seine Fahrt Rabatt
Abgerechnet wird pro Minute Fahrtzeit. Bei Lime kostet die 25 Cent, bei Zeus 19 Cent.
Ohne Smartphone geht gar nichts. Das Handy muss beim Ausleihen zwingend dabei sein.
Am Ende der Fahrt muss ein Foto vom Roller gemacht werden. Das dokumentiert das ordnungsgemäße Abstellen des Rollers.

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