Salvator erinnert an Pandemiejahr

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Die Inschriften an den Kreuzwegstationen des Salvators sind erneuert worden. Eine von vielen Aufgaben, um die sich die Salvatorfreunde kümmern, wie Werner K. Mayer berichtet.

Großer Arbeitseinsatz der Salvatorfreunde. Auf dem obersten Plateau sieben Bäume für sieben Eigenschaften, die in Corona-Zeiten wichtig sind.

Schwäbisch Gmünd

Es ist einer der größten Arbeitseinsätze am Salvator im Coronajahr. 22 Frauen und Männer pflegen an diesem Mittwoch die Anlage rund um die Felsenkirche, setzen Wege instand und bringen Ordnung ins Grün. Das zwölfte Jahr, in dem die Salvatorfreunde zu Schaufel und Säge greifen, ist auch aus einem anderen Grund besonders: Die Diskussion um das Bauvorhaben rund um die Salvatorvilla überlagert die anderen Themen. "Wir hoffen alle, dass der Gemeinderat die richtige Entscheidung trifft", sagt Werner K. Mayer, Sprecher der Salvatorfreunde. Wichtig für sie ist es, dass die Sichtachse auf das historische Ensemble erhalten bleibt.

Das ist auch Ziel vieler Arbeiten auf dem Gelände rund um die Kirche. "Mehrfach haben wir den Hang unterm Aussichtsplateau gepflegt", sagt Werner K. Mayer. Eine wichtige Arbeit an diesem Mittwoch betrifft den Stationenweg. Auf der geschwungenen Treppe bei der Ecce-Homo-Kapelle musste man jedes Jahr mit angeschwemmtem Erdreich kämpfen. Jetzt entsteht dort mit großem Aufwand eine Sandsteinbegrenzung zur Bergseite. "Das sind hunderte Stunden Arbeit", weiß Werner K. Mayer. An der Stelle entsteht auch viel unnötige Arbeit: Sechs Mal war die Ecce-Homo-Kapelle dieses Jahr Ziel von Vandalismus. Dabei wurde regelmäßig der Herz-Jesu-Wasserlauf beschädigt. "Für uns bedeutet das viele Stunden Arbeitseinsatz und Kosten von jeweils mehreren hundert Euro", sagt der Salvator-Initiator. Vorläufig ist jetzt Schluss damit: Ein Gitter versperrt den Zugang.

Weiter oben schafft auch die Natur: Der Pfad der Hoffnung, der rund um die Kirche führt, ist an Steilstücken ausgewaschen, Helfer bringen dort neues Material ein – und sorgen mit Regenrinnen dafür, dass an dieser Stelle künftig weniger Belag weggeschwemmt wird.

Der Pfad der Hoffnung führt zu einer Stelle, die Werner K. Mayer dieses Jahr ganz besonders wichtig ist: Er nennt das oberste Plateau der Anlage Pandemiewiese. "Die schwierige Zeit der Pandemie wird nachhallen und wir erinnern daran." Die Wiese werde zu einem Ort der Erinnerung und eine Mahnung, die Hoffnung zu behalten. Dort werden sieben Apfelbäume gesetzt, zwei stehen schon, gespendet von einer Pädagogin und einem Altersgenossenverein. Die sieben Bäume stehen für diese sieben Eigenschaften: Solidarität, Hoffnung, Vertrauen, Demut, Mitleid, Beständigkeit und Geduldigkeit. Mit einer Baumsegnung durch Dekan und Münsterpfarrer Robert Kloker soll die Aktion am 15. November abgeschlossen werden.

Das sind hunderte Stunden Arbeit.

Werner K. Mayer, Salvatorfreunde

Spenden helfen

Ein Baum spielt auch an anderer Stelle eine Rolle: Oberhalb des Klausengartens pflanzen die Salvatorfreunde jetzt einen Nussbaum, der die lichte Stelle überdecken und vo allem den Westfels der Kirche stabilisieren soll. An den Gebäuden selbst fallen in diesem Jahr keine Sanierungsarbeiten an. Dort wurde in den ersten Jahren ab 2009 viel investiert und gearbeitet. "Die Feuchtigkeit haben wir im Griff, so weit das möglich ist", sagt Werner K. Mayer. Das erlaubt, sich auch um die kleinen feinen Details zu kümmern: Durch Spenden war es möglich, an allen Kreuzwegstationen die in Messing geprägten Inschriften zu erneuern.

Sankt Salvator besteht aus zwei Felsenkapellen und dem Kreuzweg mit mehreren Kapellen. Geschaffen wurde die Anlage von Bildhauer und Baumeister Caspar Vogt. Zum 400-jährigen Bestehen 2017 wurde die Skulptur "Segenshand" von Bildhauer Rudolf Kurz installiert.

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