Schönblick jetzt für Urlauber noch attraktiver

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Schönblick-Geschäftsführer Martin Scheuermann eröffnet das neue Hallenbad im Beisein von Vertretern beteiligter Firmen und Architekt Marin Klaiber (rechts).

Neues Hallenbad samt Wellnessbereich geschaffen. Aber große Sorgen wegen ausbleibender Besucher durch Corona.

Schwäbisch Gmünd

Der Kreis schließt sich: Dort, wo 1916 auf dem Schönblick alles begonnen hat, endet jetzt das jüngste Neubauprojekt: Am Freitag wurden Hallenbad und Wellnessbereich offiziell in Betrieb genommen. Die neue Sauna ist jetzt als "Turmsauna" im Altbau angekommen, vom neuen Hallenbad aus zugänglich.

An diesem Sonntag kommen die ersten Gäste, die Hallenbad und Teile des Wellnessbereichs nutzen können, Mitglieder der Luther-Gruppe aus Bayreuth. Wegen Corona noch nicht zugänglich ist das Dampfbad.

Schönblick-Geschäftsführer Martin Scheuermann freut sich aus mehreren Gründen über die Eröffnung. Er schätzt das Zusatzangebot, das Gäste des Hauses künftig nutzen können. Und er ist sich sicher, "dass ein solcher Neubau heute gar nicht mehr möglich wäre, weil die Corona-Pandemie auch die Bilanzen des Schönblick-Gästezentrums verhagelt. Sei Beginn der Pandemie im März verzeichnet die Einrichtung Einbußen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. "Wir hatten in der Zeit 25 000 Übernachtungen weniger und mussten dazu auf 20 000 Tagesgäste verzichten", sagt Martin Scheuermann. Damit nicht genug: Er rechnet bis zum Jahresende mit weiteren Mindereinnahmen in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Bei allen Schwierigkeiten sieht das Gästezentrum Schönblick auch Licht am Horizont: "Wir haben einen großartigen Freundeskreis, der uns unterstützt", sagt der Geschäftsführer.

Spender sind zur Stelle

So kamen seit Beginn der Corona-Pandemie eine Million Euro Spenden zusammen. Dazu zinslose Darlehen, so "dass wir immer liquide waren und sind".

Wir haben einen großartigen Freundeskreis.

Martin Scheuermann, Geschäftsführer

Architekt Martin Klaiber vom Büro Klaiber & Oettle erinnerte an die Planung und Realisierung des Neubaus. Der war schon vor 15 Jahren ein Thema, als Forum und Gästetrakt eröffnet wurden. "Das war 2005 aber ein riesengroßer Akt, sagt Martin Scheuermann". Deshalb habe man das Vorhaben Hallenbad verschoben. Heute sei das nun eine Attraktion für die Besucher des größten christlichen Gästezentrums Deutschlands mit mehr als 500 Betten.

Erste Überlegungen, ein altes Hallenbad an der Stelle zu sanieren, wurden auch aus Kostengründen verworfen. Martin Klaiber plante den Neubau, für den Geologen zunächst eine Tiefgründung vorgesehen haben. Beim Baubeginn stieß man aber auf Fels, die Planung für die Gründung des Gebäudes musste neu aufgerollt werden. Zentraler Ort ist jetzt das Hallenbad, darum gruppieren sich Sauna, Salzinhalation, Dampfbad und Massageliege. Großzügig angelegt und ausgestattet sind die Umkleiden, heute barrierefrei.

Allein 600 000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro entfallen auf die Schwimmbadtechnik, betonte Martin Klaiber, der sich beim Einweihungsgeschenk einen Spaß erlaubte: Er überreichte Martin Scheuermann ein Bild des neuen Bades mit Südseeflair, "weil Corona solche Fernreisen ja vorerst kaum noch möglich macht".

Hallenbad und Wellness-Bereich fließen ineinander. Alles liegt auf einer Ebene und ist damit barrierefrei.

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