Schüler werben für Industriestandort

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Bei der Präsentation: der Leiter des Technischen Gymnasiums Andree Kedves, Fachlehrer Simon Abele, die Projektreferenten Marius Bulling und Maximilian Rozsa sowie Alexander Groll (r.).

Wirtschaftslehrekurs am Technischen Gymnasium verfasst Schreiben an Intel.

Schwäbisch Gmünd. Was macht einen Standort für Unternehmen attraktiv? Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa Verkehrsanbindung, Nähe zum Absatzmarkt, Zulieferbetriebe, aber auch ökologische Überlegungen wie eine ressourcenschonende Energieversorgung. Und nicht zuletzt - für Hightech-Firmen ganz besonders wichtig - gut ausgebildete Fachkräfte.

Das alles hat an der Gewerblichen Schule, wie diese mitteilt, der Wirtschaftslehrekurs des Technischen Gymnasiums in Kooperation mit den Fächern Geschichte mit Gemeinschaftskunde und Englisch analysiert und kam zu dem Fazit: Schwäbisch Gmünd ist mit seinem Technologiepark Aspen ein attraktiver Ort für Firmen mit hohen Ansprüchen. Vor allem hinsichtlich der Fachkräfte ist durch die Hochschulen hier viel Kompetenz vorhanden.

Chiphersteller angeschrieben

Weiter überlegte der Kurs, welches Unternehmen zu Schwäbisch Gmünd passen könnte, und kam zu dem Schluss, dass ein Chiphersteller als Allrounder sowohl zu einer Diversifizierung beitragen als auch als zuverlässiger Partner regionaler Automobilhersteller und Zulieferer dienen könne. Zu Beginn des Projekts war Intel noch auf der Suche nach einem Standort für ein Werk. So verfasste der Kurs ein Schreiben an Intel, auf Englisch, um dem internationalen Charakter gerecht zu werden, und legte mit einer Standortanalyse dar, welche Vorzüge die Region zu bieten hat.

In der Zwischenzeit ist bekannt, dass Intel mit einem Investitionsvolumen von 17 Milliarden Euro eine Giga-Fabrik in Magdeburg errichten will.

Aufmerksamkeit erregt

Für den Kurs hatte die Initiative dennoch einen Nutzen: Alexander Groll, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Schwäbisch Gmünd, wurde auf das Engagement aufmerksam und folgte einer Einladung zur Projektpräsentation. So erhielt der Kurs aus erster Hand Informationen über Chancen und Hemmschuhe der Wirtschaftsförderung.

Gute Infrastruktur und Fachkräfte seien ausgezeichnete Voraussetzungen, aber Schwäbisch Gmünd konkurriere mit ganz Deutschland, ja mit ganz Europa, so Groll. Das stelle die Standortförderung vor große Herausforderungen. Groll betonte, dass die Ansiedlung neuer Unternehmen eine lebenswichtige Aufgabe für eine Region sei. Dass dafür bereits die Jugend sensibilisiert werde, sei die Basis, um auch in Zukunft die hohe Lebensqualität der Stadt zu erhalten.

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