Schulbank als Werbung fürs Museum

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Marktmeister Jo Grau, Isolde Pulzer vom Ordnungsamt, Feuerwehrkommandant Uwe Schubert, Marktmeisterin Carmen Eckert und Andreas Schneider vom Baubetriebsamt (von links) beraten, wo die Schulbank als Werbung fürs Schulmuseum stehen könnte.
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Eine Original-Schulbank von 1900 soll vor dem Eingang zum Schwäbisch Gmünder Schulmuseum stehen. Die Einrichtung öffnet ihre Türen am 26. und 27. Juni wieder.

Schwäbisch Gmünd

Das Gmünder Schulmuseum ist für Gerda Fetzer und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen eine Herzenssache. Deshalb kreisen oft die Gedanken darum, wie man noch mehr Menschen für einen Besuch begeistern könnte. Da fiel Gerda Fetzer ein, die Eingangssituation einladender zu gestalten. Was lag näher, als eine über 100 Jahre alte Schulbank vor die Glastüre zum Aufgang des Schulmuseums zu stellen, gleich ums Eck von der Treppe zur VHS am Münsterplatz.

Ein wenig im Blickschatten liegt die zurückgesetzte Glasfront schon. Viele Menschen gehen geradeaus schauend vom Münsterplatz den Weg zwischen Buhlturnhalle und Bolzplatz der Klösterleschule Richtung Turniergraben. Weder die Informationsstele noch die beiden blauen Dixiklos, die seitwärts am Eingang stehen, sind echte Eyecatcher. Gerda Fetzer ist non stop unterwegs für „ihr“ Schulmuseum. Deshalb fragte sie bei Isolde Pulzer vom Ordnungsamt wegen der Aufstellung der Schulbank an. Ein Besichtigungstermin wurde festgelegt, um alle Fragen zu besprechen. Denn einfach eine Bank vor die Tür zu stellen, ist nicht erlaubt.

Der Ortstermin wurde festgelegt und am Mittwoch zur Marktzeit kamen die beiden Marktmeister Jo Grau und Carmen Eckert, Andreas Schneider vom Baubetriebsamt und Feuerwehrkommandant Uwe Schubert gemeinsam mit Isolde Pulzer, Gerda Fetzer und Ehrenamtlichen des Schulmuseums zusammen. Auf die Frage, warum so viele „Abteilungen“ vor Ort sein müssten wegen der Aufstellung einer Schulbank, kamen erhellende Antworten.

Bank kommt direkt aufs Pflaster

Die beiden Marktmeister kennen den Münsterplatz wie ihre Hosentasche. Sie wissen Bescheid, wo ein Stellplatz möglich ist oder stört. Feuerwehrkommandant Uwe Schubert prüfte, ob der Zugang im Brandfall uneingeschränkt ist. Andreas Schneider ist mit dem Baubetriebsamt für die stabile Aufstellung und Befestigung zuständig. Das, was zunächst als „kleine“ Nummer gedacht war, musste noch einmal überdacht werden. Gerda Fetzers ursprüngliche Idee, die Schulbank auf einer soliden Holzplatte zu befestigen und aufzustellen, wird nicht realisiert. Fetzer hatte bereits für die Bodenplatte gesorgt, Winkel und Schrauben eingekauft. Nach kurzer Diskussion, an welcher Stelle die Bank stehen solle, entschied man sich gemeinsam gegen die hölzerne Bodenplatte. Jetzt wird die Bank mit Schreibpult direkt im Untergrund befestigt. Dafür prüft das Baubetriebsamt, ob Leitungen an dieser Stelle unter dem Kopfsteinpflaster verlaufen. Dann wird der Grund angehoben, damit die Bank stabil im Wasser steht.

Vorgearbeitet haben die Schulmuseums-Damen ebenfalls. Die Bank ist geschrubbt, eingelassen, damit sie wetterfest ist. Gerda Fetzer ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe zu einer Kurzführung durchs Schulmuseum zu führen.

Das Schulmuseum im „Klösterle“ ist geöffnet am Samstag und Sonntag, 26. und 27. Juni, von 13 bis 17 Uhr. Änderungen wegen der Corona-Pandemie sind möglich. Weitere Info zum Museum und Förderverein gibt's auf www.schulmuseumgd.de.

Das Schulmuseum ist mir eine Herzenssache.“

Gerda Fetzer,, Förderverein Schulmuseum

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