Schwere Aufgabe in schwieriger Zeit

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Gruppenbild mit Schulleiterinnen (von links): Christian Baron, Andrea Wendel, Klaus Arnholdt, Delphina Barth, Cathrin Michael-Koser, Brigitte Endreß und Ann-Kathrin Märtz, Leiterin der Abteilung schulische Bildung im Amt für Bildung und Sport.
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Drei neue Leiterinnen von Gmünder Schulen im Rathaus begrüßt. Bürgermeister Baron unterstreicht die Bedeutung ihrer Aufgabe.

Schwäbisch Gmünd

Gleich an drei Gmünder Schulen gab es zum Schuljahreswechsel Veränderungen an der Spitze. Da große Begrüßungsfeiern in Corona-Zeiten nicht zu verantworten sind, hatte der auch für Schulen zuständige Erster Bürgermeister Christian Baron die neuen Leiterinnen am Montag zu einer Kaffeerunde ins Rathaus eingeladen: Delphina Barth (Römerschule), Brigitte Endreß (Grundschule Großdeinbach) und Andrea Wendel (Stauferschule).

Baron unterstrich, dass die drei Frauen ihre Leitungspositionen in einer schwierigen Zeit übernommen haben. Seit fast zwei Jahren existiert die Corona-Pandemie und sie betreffe auch die Schulen sehr stark, den Unterricht ebenso wie das Schulleben. „Schule ist mehr als Unterricht“, sagte der Bürgermeister auch in Erinnerung an seine eigene Schulzeit.

Viele Charakterköpfe

Die Aufgabe, die Verantwortung für eine Schule zu übernehmen, sei nicht sonderlich gefragt. So seien auch nur wenige Bewerbungen auf die drei vakant gewordenen Stellen in Gmünd eingegangen. Umso mehr freue er sich über die guten Bewerberinnen, die zum Zuge kamen, so Baron. Die Leiter von Schulen seien immer auch Respektpersonen und VorbilderZ sie drückten den Schulen ein Profil auf und bereicherten die Bildungslandschaft der Stadt. Gmünd habe „viele Charakterköpfe“ an der Spitze seiner Schulen.

Generelle Aufgabe der Schule sei es, die Schüler fit zu machen für die Zeit danach. Das sei in der Corona-Pandemie noch schwieriger geworden, zumal das Virus keineswegs unterschätzt werden dürfe. Nach Barons Einschätzung haben sich in der Corona-Zeit drei Arten von Lehrern herausgebildet:

-diejenigen, die den direkten Kontakt zu ihren Schüler brauchen;

-diejenigen, die im Schatten der Pandemie mitsegelten;

-und diejenigen, die zu Helden wurden, die den Online-Unterricht mitgestaltet haben. Und der Bürgermeister prophezeite den Schulleiterinnen: „Es wird nicht einfacher.“

Auch der Leiter des städtischen Amts für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, lobte die Qualität der neuen Leiterinnen. In der Corona-Zeit habe sich die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und den 21 Schulleitungen noch intensiviert. Gemeinsame Aufgabe bleibe es, alle Schulen weiterzuentwickeln - soweit es die Finanzen zulassen, sagte er mit Blick auf Christian Baron, der auch für den Haushalt der Stadt zuständig ist.

Richtig gut

„Jede von Ihnen stemmt das richtig gut“, lobte die Schulrätin Cathrin Michael-Koser vom Staatlichen Schulamt Göppingen. Sie hatte alle drei Schulen seit Schuljahresbeginn bereits besucht und sich auch ein Bild von der Arbeit der neuen Leiterinnen gemacht. Allen drei gemeinsam sei, dass sie aus der Position der Lehrerin an die Spitze gekommen seien ohne die Zwischenerfahrung als Konrektorin. Hinzu komme, dass die Pandemie-Zeit wirklich nicht einfach sei für die Schulen und den Leiterinnen und Leitern viel abverlange. Gerade vor diesem Hintergrund hätten die drei Führungskräfte ihre neuen Aufgaben an ihren jeweiligen Schulen sehr gut angegangen.

Schule ist viel mehr als Unterricht.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister
  • Die drei Neuen an den Schulen
  • Delphina Barth (Jahrgang 1976) leitet die Römerschule in Straßdorf . Zuvor war sie an der Grundschule Hardt. Sie ist auch bekannt als langjährige Trainerin für Tanzen und Kinderturnen bei der SG Bettringen. Ihr Lebenslauf nennt als besondere Tätigkeit unter anderem Lehraufträge für das Seminar Schwäbisch Gmünd und für die Pädagogische Hochschule.
  • Brigitte Endreß (Jahrgang 1972) ist neue Leiterin der Grundschule Großdeinbach. Außerdem ist sie im Ort in Ehrenämtern aktiv: im Vorstand des Fördervereins der Ortsgemeinschaft, im Dorfcafé und im Dorfladen. Ihre letzte vorherige Dienststelle war die Maickler-Grundschule in Fellbach. Unter anderem leitete sie die Inklusionsklasse, war Mentorin und Multimediaberaterin.
  • Andrea Wendel (Jahrgang 1971) leitet die Stauferschule. Vor ihrem Pädagogik-Studium war sie als Grafik-Designerin selbstständig. Ihr Referendariat absolvierte sie an der Grundschule Hardt, letzte Dienststelle war die Friedensschule. Sie engagiert/e sich im Münster und in St. Michael, im Vorsitz des HBG-Fördervereins und in Kunstkursen für Menschen mit Behinderung.

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