Schweres Metall und feine Perlen

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Im Labor im Chor im Prediger Schwäbisch Gmünd hat die 17. Weihnachtsausstellung begonnen. Kunsthandwerk aus Schwäbisch Gmünd und ganz Deutschland.

Schwäbisch Gmünd

Die Stimmung trotzt der aktuellen Pandemielage. Eine kleine Gruppe Interessierter lässt sich von „2G plus“ nicht abhalten, kommt zur Eröffnung der 17. Weihnachtsausstellung in die Galerie für angewandte Kunst im Labor im Chor des Predigers. Diesmal ganz ohne „Begleitmusik“ des sonst angrenzenden Weihnachtsmarkts, dafür sehen Besucherinnen und Besucher eine breite Palette kunsthandwerklicher Arbeiten. Schmuck, Keramik und Glaskunst von Doris Raymann-Nowak, Angela Munz, Maria Hokema und Alkie Osterland haben dort Tradition. Weitere sieben Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit den Werkstoffen Textil, Metall und Papier. Die Ausstellungsmacherinnen stellen die Objekte vor, Arbeiten, die in Schwäbisch Gmünd so noch nie zu sehen waren.

Hohe handwerkliche Qualität und außergewöhnliche Gestaltung bestimmen die Auswahl der Werkstätten, die diesmal vorgestellt werden. Angela Munz nennt den Heilbronner Metallgestalter Thomas Kenngott, in seiner Region und darüber hinaus auch bekannt durch Großskulpturen im öffentlichen Raum. Eine Kuppel aus Stahl steht etwa in seiner Heimatstadt. Im Prediger zeigt er schwere Metallleuchter für Tisch oder Boden, die dunklen Brauntöne unterstreichen die Wucht des Werkstoffs.

Starker Kontrast: Anna Hössle aus Bayern ist mit gefalteten, in allen Weißtönen scheinenden Papierleuchten, zu sehen. Alkie Osterland: „Geometrisch-puristische Lampenschirme stehen für eine besondere Leichtigkeit.

„Schmuck hat in der Weihnachtsausstellung auch lokale Bezüge: Doris Raymann-Nowak steht dabei für eine klare Formensprache bei Broschen und Ringen. Und sie ist mit einer Besonderheit angetreten: Armbänder aus winzigen Glasperlen.

Besondere Schmuckstücke

Schon kleinere Exemplare bestehen aus 1000 Einzelteilen, aufgefädelt schmücken sie ihre Trägerinnen auch in bunten Farben. Eine Technik, die Doris Raymann-Nowak von ihrer Mutter übernommen hat. „Zunächst habe ich einige Stücke meiner Mutter vollendet, dann habe ich selbst großen Gefallen an Technik und Material gefunden.“

Porzellan steht für die Welt von Maria Hokema und Angela Munz. Maria Hokema setzt dabei ganz auf Farbe. Porzellan in frischem Seladongrün und -blau, aber auch farbige Drucke auf Becher und Tassen sind Merkmale ihrer aktuellen Arbeiten.

Angela Munz schafft Schalen und Becher aus gefärbtem Porzellan, für zweiteilige Schwarz-weiß-Vasen dreht sie zum feinen Porzellankörper schwarze Aufsätze aus grobem Ton.

Eher verspielte Arbeiten kommen von Pauline Peters. In ihren Keramiken lässt sie fahrende Krokodile und Elefanten Kerzen tragen. Besondere Textilarbeiten stammen von Bettina Zwirner aus Nürnberg. Und ganz in ihrer Nähe arbeitet die Gold- und Silberschmiedin Franziska Bryan, florale Arbeiten aus Silber und Gold zeigt sie in Schwäbisch Gmünd.

Glaskünstlerin Alkie Osterland zaubert eine „Septemberlandschaft“ aus Glas in den Raum und ihre Landschaft mit Mohn weckt schon Sehnsüchte an einen warmen Sommer. Weitere kunsthandwerkliche Arbeiten kommen von Birgit Sophie Metzger (Hüte) und Monika Nickel (Flechtwerk).

Geometrisch-puristische Lampenschirme stehen für eine besondere Leichtigkeit.“

Alkie Osterland,, Glaskünstlerin
  • Bis zum 24. Dezember geöffnet
  • Geöffnet ist die Weihnachtsausstellung mit vielen kunsthandwerklichen Arbeiten im Labor im Chor im Prediger Schwäbisch Gmünd von Freitag, 26. November, bis 24. Dezember.Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 bis 17 Uhr; Samstag 10 bis 14 Uhr und am 24 Dezember von 10 bis 12 Uhr. Zutritt zur Ausstellung haben nur Gäste mit 2G.

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