Segen für die Liebe auch „to go“

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Dekanin Ursula Richter und Dekan Robert Kloker spendeten allen Liebenden den Segen. ÌÌFoto: Hientzsch
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AmValentinstag erteilen die katholische und die evangelische Kirchengemeinde in der Franziskuskirche den Segen für die Liebenden.

Schwäbisch Gmünd

Schon seit Wochen bereiten sich Handel und Floristik auf den Valentinstag vor. Prospekte und Zeitschriften sind gefüllt mit Angeboten, um dem oder der Liebsten am Tag der Liebe mit einer kleinen oder größeren Aufmerksamkeit seine Verbundenheit zu demonstrieren. Blumensträuße in allen Größen- und Preisklassen, feine Düfte oder etwas zum Naschen. Es gibt allerdings auch etwas, für das kein Geld bezahlt werden muss und das trotzdem nachhaltiger, intimer und „unsichtbarer“ ist als alles, was die Konsumlandschaft anbietet. Den Valentinstag, den Tag der Liebenden, haben die evangelische und die katholische Kirche in Schwäbisch Gmünd mit Dekanin Ursula Richter und Dekan Robert Kloker in ökumenischer Verbundenheit, gemeinsam begangen und in die Kirche St. Franziskus eingeladen. Bei diesem Segensabend konnten alle Besucher ganz ungezwungen den sogenannten Liebessegen empfangen. Beiden Geistlichen war es besonders wichtig, dass dieser Segen für alle bestimmt ist, die ihre Liebe unter den Segen Gottes stellen wollten.

Bereits die Eingangspforte verhieß einen besonderen Anlass: Papierlaternen wiesen den Weg, im Innenraum des Gotteshauses zierten rote Herzen den Fußboden und die Wände. Unter den Händen von Eva Hückmann entstand im Chor der St. Franziskuskirche eine kleine intime Picknicklandschaft mit allem, was für einen trauten Ausflug zu zweit unentbehrlich ist.

Der Valentinstag wurde in den letzten Jahren mit einem Gottesdienst der katholischen Kirchengemeinde begangen, erklärte Dekan Kloker und erinnerte an den Ursprung des Valentinstages, dessen Tradition bis ins dritte Jahrhundert nach Christi zurückreicht. Die Überlieferung unterscheide und vermische zugleich zwischen einem Valentin von Terni und einem Valentin von Rom.

Gute Ehen

Womöglich handele es sich aber dabei um ein und dieselbe Person. Valentin von Terni soll als Bischof in Rom durch Wunderheilungen viele Leute für den christlichen Glauben gewonnen haben. Dies brachte ihm eine Anklage vor Gericht und am 14.Februar Jahr 269 den Märtyrertod durch Enthauptung. Valentin von Rom soll als einfacher Priester Liebespaare trotz des Verbots christlich getraut haben und deswegen am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Zudem habe Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden, erläuterte der Dekan.

Seit dem Jahr 350 werde in der Kirche der Valentinstag begangen. Für Dekanin Richter war der Abend des Liebessegens eine „schöne und spannende“ Premiere, um das Beste, das es im Leben gibt – die Liebe – zu segnen. Das Leben komme so in die Kirche und das Herz sei dabei. Langjährige Ehepaare, junge Paare, gleichgeschlechtliche Paare, Einzelpersonen deren Partner verhindert oder verstorben ist sowie langjährig befreunde Menschen und Familien egal welcher Herkunft und Glaubensrichtung: „Jeder Mensch und seine Liebe soll von Gott gesegnet sein“. Die Liebe sei ein großes Geschenk, das es wert sei gepflegt behütet und geschützt zu werden, mahnte Richter an, Liebe bringe aber nicht nur Glück sondern könne auch Schmerzen bereiten.

Zu romantischen Orgelklängen stand es den Paaren und Personen frei, sich persönlich ihren Segen bei den Geistlichen abzuholen, für später Hinzukommende boten die Dekanin und der Dekan einen „Segen to go“ an.

„Die Liebe ist ein großes Geschenk“.

Ursula Richter,, evangelische Dekanin

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