Segensfeier am „Pfad der Hoffnung“

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Lebensweisungen und Hoffnungsworte bietet der neue Pfad der Hoffnung, den der Salvator-Freundeskreis als Pandemie-Erinnerungsort angelegt hat.
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Salvator-Freunde und die beiden christlichen Kirchen erinnern mit sieben Apfelbäumen an die gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen und existenziellen Sorgen der Pandemie.

Schwäbisch Gmünd

Mit einer ökumenischen Segensfeier eröffnen am Freitag der Salvator-Freundeskreis und die katholische und evangelische Kirche den „Pfad der Hoffnung“ auf dem Salvator. Mit diesem Pfad wollen die Initiatoren an die Corona-Pandemie erinnern. Die Pandemie, die sich im Jahr 2020 ausgebreitet habe, habe „uns die Verletzlichkeit unseres Lebens und unserer Welt vielfältig und schmerzlich erfahren lassen“, heißt es in der Einladung zur Segensfeier. Jedem habe sich aufgrund der Alltagseinschränkungen sowie der gesundheitlichen, wirtschaftlichen und existenziellen Probleme die Fragen gestellt, „worin das unzerbrechliche Glück unseres Lebens jetzt und in Zukunft bestehen kann“.

Die Initiatoren haben den Salvator als Ort für den „Pfad der Hoffnung“ ausgewählt, weil die Menschen in den vergangenen vier Jahrhunderten ihre Anliegen und Sorgen zu diesem Wallfahrtsort getragen hätten, ob dies nun Kriege, Seuchen oder andere schwere Bedrängnisse gewesen seien. Am Salvator hätten sich die Menschen Trost, Hilfe und Heilung erbeten und erhofft. Bis in die heutige Zeit hinein könne dies beim Aufstieg zu den Felsenkapellen über den Kreuzweg erlebt werden.

Von diesen führt fortan der „Pfad der Hoffnung“ zur Segenshand des Ellwanger Künstlers Rudolf Kurz. Die Segenshand steht dort seit 2017. Sie erinnert an die Weihe der ersten Felsenkapelle im Jahr 1617. Die Metallskulptur ist etwa sechs Meter hoch. Sie steht für die Hand Christi und den Erdkreis. Und sie ist für die Bürger von der Innenstadt aus zu sehen.

Oberhalb des Pfads sind in einem ehemaligen Obstgarten im Lauf der Jahre 2020 und 2021 sieben Apfelbäume gepflanzt worden. Die Salvatorfreunde und die Kirchen haben damit eine Idee einer Pädagogin aufgegriffen. Einen Baum hat dem entsprechend die Klasse 2d der Klösterleschule mit ihrer Lehrerin Heide Jantschik gespendet. Neben der Schulklasse gibt es weitere Baumspender. Zu ihnen gehören die Altersgenossen des Jahrgangs 1980, der Jahrgangs 1948 und des Jahrgangs 1941. Ebenfalls gespendet haben der Obst- und Gartenbauverein Schwäbisch Gmünd und die evangelische Kirchengemeinde für die Vesperkirche. Nicht zuletzt hat der Salvator-Freundeskreis gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde Heilig-Kreuz selbst einen Apfelbaum gepflanzt.

Die Zahl sieben haben die Initiatoren gewählt, weil diese in der Religionsgeschichte eine der wichtigsten Zahlen sei. Ihre Symbolik gehe zurück auf mythische und antike Vorbilder. Die Sieben ist auch in der Bibel eine wichtige Zahl, angefangen bei den sieben Schöpfungstagen.

Jeder der Spender hat eine andere Apfelsorte ausgewählt: Gerlinde, Topaz, Rubinola, Roter Berlepsch, Boskoop, Santana und Rote Sternrenette. Die Bäumchen sollen nicht nur Erinnerungsträger, sondern auch Hoffnungsträger sein. Denn, so erklären dies die Salvator-Freunde, „es entfalten sich Blätter, Knospen und Blüten im Jahreslauf an Zweigen und Geäst“. Wachstum zeige sich, und die Früchte erfreuten nach achtsamer Pflege jedes Jahr aufs Neue. Nicht zuletzt steht jeder Baum auch für eine „Lebensweisung“. Diese Lebensweisungen - Solidarität, Vertrauen, Geduld, Mäßigung, Klugheit, Demut und Liebe - werden bei der Segensfeier am kommenden Freitag erläutert. Ihre gemeinsame Botschaft ist, dass „alte und neue Tugenden wieder bewusst gemacht, aktiviert und zu Lebensweisungen gemacht werden müssen“. So könnten in der Zeit nach der Corona-Pandemie die Wunden der Krise geheilt und Lebensglück nachhaltig wiederkehren und von Gott gesegnet werden.

Alte und neue Tugenden wieder bewusst

Salvator-Freundeskreis

Der Ablauf der Segensfeier am kommenden Freitag

Beginn ist um 17.30 Uhr am Pfad der Hoffnung auf dem St. Salvator mit einem Musikstück des Blechbläser-Quintetts Swabian Brass. Der katholische Dekan Robert Kloker und die evangelische Dekanin Ursula Richter begrüßen. Danach werden einige Spender der Apfelbäumchen die Lebensweisungen zu ihren Bäumen vortragen. Mit den Fürbitten wird danach der an und mit Corona Erkrankten, Leidenden und Verstorbenen gedacht. Besucher müssen während der 50-minutigen Feier Schutzmasken tragen und Abstand halten. Tests werden nicht verlangt. Besucher müssen die am Veranstaltungstag gültigen Verordnungen für Veranstaltungen im Freien beachten.

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