Silberschmuck als Bakterienkiller

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Das vielfältige Angebot auf der "Gmünder Messe für Schmuck und Gerät" lockt zahlreiche Besucher an.

Der Wunsch von Landrat Dr. Joachim Bläse hat sich für viele Aussteller der "Messe für Schmuck und Gerät" im Gmünder Stadtgarten erfüllt.

Schwäbisch Gmünd

Ein voller Erfolg! So lautet das Resümee der Aussteller der "Gmünder Messe für Schmuck und Gerät", die am Wochenende im Leutze-Saal des Stadtgartens über die Bühne ging – in diesem, Jahr unter besonderen Bedingungen, von Corona diktiert. So wurden zum Beispiel die Gäste bei der Vernissage am Freitagabend "portioniert" – die erlaubte Besuchermenge lag bei 70 Personen plus Aussteller. Das sorgte für eine lange Schlange am Eingang. Doch es sei alles reibungslos verlaufen, lobte Ulrike Kleinrath. Trotz halbstündigem Warten herrschte eine gelassene Stimmung. Das änderte sich auch während der anderen beiden Ausstellungstage nicht. Insgesamt kamen besuchten an allen drei Tagen rund 1500 Interessierte die Messe. Viele kamen aus dem weiten Umkreis zur Messe, aus Sindelfingen und Ulm.

Für die Aussteller brachte diese Regelung Gelegenheit, auf alle Fragen in Ruhe und Gelassenheit eingehen zu können. Denn die Besucherinnen und Besucher wollten trotz Maske Stücke an sich ausprobieren: Jedes wurde nur in desinfizierte Hände gereicht und nach dem Anprobieren sofort wieder gereinigt.

Der Tisch des Edelmetallverbands war reich bestückt mit Silberbechern. "Das war der Renner", so die Geschäftsführerin Anne Hélary, denn Silber sei ein Bakterienkiller. Das sei in Zeiten des Coronavirus nicht unwichtig, denn so sei zumindest die bakterielle Gefahr schon mal gebannt.

Voller Stolz berichteten Schüler des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät von den Gesprächen mit dem Publikum. Fragen, wie man zu Ideen komme, wie man sie umsetze, was der große Kasten mit Farbstiften koste, aus denen die beiden ihre Stifte zum Zeichnen nahmen, führten zu intensiven Gesprächen.

Es geht um Emotion, das brauchen wir in dieser Zeit.

Dr. Joachim Bläse, Landrat

Nach der flotten musikalischen Einleitung des Trios "Musica Est-Ovest" bei der Eröffnung der Messe zählte Landrat Dr. Joachim Bläse drei wichtige Punkte für die Ausstellung auf: "Es geht um Emotion, das brauchen wir in dieser Zeit, in der Corona wie eine Dunstglocke über uns hängt." Man müsse sich daran erinnern, was man mit den Händen schaffen kann in einer Zeit, in der Digitalisierung und Automatisierung auf dem Vormarsch ist. "Handwerk und Schule hat Zukunft!", führte er weiter aus mit Blick auf das Berufskolleg. Die Gmünder Messe "Schmuck & Gerät 126" habe sich zu einem weitverzweigten Netzwerk entwickelt, das über die Grenzen von Gmünd und Ostalb reiche.

Baubürgermeister Julius Mihm zog Verbindungen zwischen Architektur und Schmuckdesign. Das besondere Gmünder Angebot zeuge von Fantasie und breiter Vielfalt. Hier werde ein Geist sichtbar, dem es bei vielen Mainstream-Produkten mangele. Diesem kreativen eigenen Geist wünsche er, dass er im Stadtraum auch stärker in der Architektur sichtbar werde.

Landrat Bläse sagte "Danke" an jeden einzelnen Aussteller, der das Wagnis eingegangen war. Sein Wunsch, dass es schön wäre, "wenn wir Geschäfte machen könnten", hat sich für viele Aussteller erfüllt. Für diese war es eine besondere Messe. Man sei froh, dass sie stattgefunden hat. Die Erleichterung, dass die Stiftung dafür sorgte, dass die Standgebühren ermäßigt wurden, war groß. Außerdem: "Nach einem Jahr mit vielen abgesagten Messen, hat man Hunger auf Kollegen und Besucher!"

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