So schön wie die Villa Hirzel

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Die Brücke verbindet das Wohngebäude an der Salvatorstraße mit der Villa. Grafik: Dritte Schorndorfer Immobilienverwaltungsgesellschaft
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Schorndorfer Investor Gerald Feig stellt die veränderten Pläne für die Wohnungen in der und um die Salvatorvilla vor.

Schwäbisch Gmünd

Der Schorndorfer Investor Gerald Feig hat seine Überlegungen präzisiert, bei der Wohnanlage um die Villa Salvator auf den Neubau eines Terrassenhauses westlich der Villa Salvator zu verzichten. Im GT-Gespräch stellte er neue Pläne seines Architekten Felix Stammler vor. Danach entfällt das Terrassenhaus. Eines von den drei Wohngebäuden unterhalb der Villa müsste dafür eine Etage höher werden, um eine wirtschaftlich tragfähige Größe des Projektes zu gewährleisten. Der barrierefreie Zugang für die Bewohner der sieben Wohnungen in der Villa soll nunmehr über eine Brücke vom mittleren der drei Wohngebäude an der Salvatorstraße ermöglicht werden.

Die Villa selbst ist für den gebürtigen Gmünder Feig das "Kernstück" des Projektes, das ursprünglich etwa 40 Wohnungen vorsah, ohne Terrassenhaus jedoch weniger als 30 Wohnungen haben wird. Damit sinkt auch das Investitionsvolumen, das zu Beginn bei 18,6 Millionen Euro lag. Ob Feig auf das Terrassenhaus verzichtet, hängt am Ende von der Wirtschaftlichkeit des Projekts ab. Feig will mit dem Projekt "die Villa weitgehend in den einstigen Zustand zurückbauen". Anbauten der um 1900 erbauten Villa, die in späteren Jahrzehnten dazu gekommen sind, sollen entfernt werden. Ein Beispiel ist der Anbau an der Nordseite der Villa unterhalb von drei großen nach oben abgerundeten Fenstern. Diesen Anbau will Feig entfernen. Unterhalb dieser Fenster sollen Türen in einen Hof führen. Die Türen nehmen das Design der Fenster auf. Auch dadurch soll die Villa hell werden.

Eine Sanierung der Villa allein wäre nicht finanzierbar, sagt Feig. Auch nicht für einen Liebhaber solcher Gründerzeit-Architektur. Die Restaurierung des Gebäudes zu ermöglichen, dabei helfen die Wohngebäude an der Salvatorstraße. 60 Prozent der Wohnungen will Feig vermieten, 40 Prozent verkaufen. Ein Grundgedanke des Projektes ist, gemeinsam zu leben. Dazu werden in der Anlage und im dazugehörigen Park Aktivitäten angeboten. In dem Park der Villa, der weitgehend erhalten bleiben soll, soll es zudem gemeinschaftliche Kräuter und Pflanzbeete geben. Von der Rezeption der Anlage werden Ausflüge angeboten, in die Stadt, ins Museum oder ins Kino. Die Bewohner der Anlage sind für diese Unternehmungen und insgesamt über ein großes Tablet am Eingang digital miteinander verknüpft. Damit können sie miteinander kommunizieren.

Die Villa ist das Kernstück des Projekts.

Gerald Feig, Investor

"Diese Villa wird so schön wie die Villa Hirzel", sagt Gerald Feig, der einen Reiz darin sieht, "etwas Schönes und Nachhaltiges zu entwickeln". Es gehe ihm nicht nur um ein Haus, sondern auch um die Geschichte drumrum. Hätte er nur ökonomische Interessen, "dann dürfte ich mich mit diesem Haus nicht beschäftigen", sagt er. Bis September 2019 war die Villa ein Pflegeheim. Nach dessen Auszug hat der Schorndorfer Investor das Haus gekauft. Das Klimagutachten für die Stadt Gmünd hat Feig inzwischen erhalten, dieses will er in Bezug auf die Frischluftzufuhr für die Stadt und auf den Erhalt von Bäumen in die Planung integrieren.

Die nächsten Schritte seien weitere Gespräche mit den Ratsfraktionen und mit Interessensgruppen wie den Salvatorfreunden. Auch für Kritiker des Projektes habe er ein offenes Ohr, sagt Feig, der die Leserbriefe zum Vorhaben gelesen hat. Die Kritiker dürften gerne mit ihren Fragen auf ihn zukommen, ist er zu Gesprächen bereit.

Feig hofft, dass das Projekt im Herbst so weit ist, dass er den Bauantrag bei der Stadt Gmünd einreichen kann.

Ohne Anbau: So soll der Hof an der Nordseite der Villa einmal aussehen. Grafik: Dritte Schorndorfer Immobilienverwaltungsgesellschaft
An der Nordseite der Villa will Gerald Feig den Anbau entfernen und mit den Fenstern angepassten Türen Zugang zum Hof schaffen.
Von außen schön anzusehen, innen dringend renovierungsbedürftig. Gerald Feig will dies anpacken.
Der gebürtige Gmünder Gerald Feig hat ein Auge für Gründerzeitvillen: Nach der Villa Hirzel will er die Salvatorvilla sanieren.
Der Park um die Salvatorvilla, wie er sich aktuell den Besuchern des Grundstücks präsentiert.

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