So sehen Kinder den Corona-Lockdown

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Salem mit seinem selbstgemalten Bild, dass ihn mit seinem Bruder bei einer Baguetteschlacht zeigt. Außer ihm haben viele weitere Kinder bei dem Projekt teilgenommen.
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Die Mobile Jugendarbeit und die Jugendkunstschule in Schwäbisch Gmünd stellen bei der internationalen Kinder-Kunstausstellung Bilder aus dem Corona-Lockdown aus.

Schwäbisch Gmünd

Über 30 selbstgemalte Bilder und Fotos von Skulpturen hängen bis zum Ende des Monats an den Gerüsten des Jugend- und Sportparks in Gmünd aus. Das Besondere daran ist, dass die Bilder von Kindern während des Corona-Lockdowns gemalt wurden. Sie sollen darstellen, wie die jungen Menschen diese ungewöhnliche Zeit erlebt haben.

Unter dem Motto: "Stell dir vor, du reist mit einer Zeitmaschine ins Jahr 2050 und schaust auf die Corona-Zeit zurück. Wie stellst Du sie dir vor?", startete das Kinderprojekt Oslo und die Wochenzeitung "Die Zeit" diese Aktion. "Das hat uns so gefallen, dass wir selber auch dazu aufgerufen haben", sagt Barbara Herzer, Leiterin der Mobilen Jugendarbeit.

Mit Anzeigen und Bannern wurden Familien auf dieses Projekt aufmerksam gemacht. "Innerhalb kürzester Zeit sind die ersten Bilder mit unterschiedlichen Ideen bei uns eingegangen", sagt Herzer. Dass das so schnell gehen würde, damit rechnete niemand. Für sie war es wichtig, die Kinder in dieser ungewöhnlichen Zeit zu erreichen und ihre Bilder auszustellen.

Das Spannende an dieser Aktion ist, dass sie international ist.

Barbara Herzer Leiterin der Mobilen Jugendarbeit

An diesem Donnerstag war es soweit, die Bilder wurden ausgestellt. "Ungewöhnliche Situation sorgen für ungewöhnliche Ausstellungen", sagt Herzer. Normalerweise hätten sie die Kunstwerke in einer großen Ausstellung im Jugendhaus ausgestellt. Da das allerdings im Moment nicht möglich ist, wurden diese in ausgedruckter Form an das Gerüst gehängt. "Als Zeichen der Anerkennung erhalten die Kinder anschließend eine Urkunde", sagt Herzer. Auch die Jugendkunstschule ist von dem Projekt begeistert. "An den vielen Bildern erkennt man die relativ breite Masse an Ansichten", sagt Ina Siebach-Nasser, Lehrerin der Jugendkunstschule. Auffallend sei, dass die meisten Bilder das Corona-Monster, also das stark vergrößerte Virus, zeigen. Da das Projekt in Oslo begann, wurden die Bilder auch nach Oslo geschickt. "Dort wird gerade eine Ausstellung mit Bildern aus aller Welt geplant", erzählt Herzer.

Die Bilder sind noch bis zum Ende des Monats am Jugend -und Sportpark ausgestellt.

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