So soll Glasfaser in jedes Haus

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In Hofen sollen mehr Häuser ans Breitbandnetz angeschlossen werden. Symbolfoto: freepic
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Der Gemeinderat vergibt die Planung für die Versorgung der „weißen Flecken“ im digitalen Netz Gmünds.

Schwäbisch Gmünd. Eine Wiesbadener Beratungs- und Planungsgesellschaft soll dafür sorgen, dass in Gmünd alle Privathäuser, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen mit einem Glasfaseranschluss ans schnelle Internet angebunden werden. Diesen Auftrag hat der Gemeinderat nun ohne weitere Diskussion an die s&p Beratungs- und Planungsgesellschaft mbH vergeben, Die Gesellschaft bekommt dafür knapp 735 000 Euro. Dafür soll sie die Errichtung und Überwachung eines FTTB-Netzes in unterversorgten Gebieten im Projektgebiet in der Stadt planen. FTTB steht für „Fibre to the building“ was übersetzt „Glasfaser bis ins Gebäude“ bedeutet. Das heißt, alle Bürger und Gewerbetreibenden sollen schnelles Internet bekommen. Das ist nämlich bisher an rund 2500 Gebäuden noch nicht angekommen, wie eine Untersuchung 2019 ergeben hat.

Kostenlos

Die s&p Beratungs- und Planungsgesellschaft hat nun den Auftrag, diese Netzausweitung, mit der „weiße Flecken“ im Breitbandnetz getilgt werden sollen, zu planen. Als „weiße Flecken“ definiert sind Gebäude oder Gebiete, in denen Daten nur mit weniger als 30 Megabit je Sekunde heruntergeladen werden können. Die Glasfaser-Hausanschlüsse sind für die Bürger und Gewerbetreibenden, die sie bekommen, kostenlos, teilt die Stadt mit. Bund und Land fördern die bessere Versorgung solcher Gebiete mit rund 90 Prozent der Kosten. Für Gmünd wurden dafür Investitionen von bis zu 24,6 Millionen Euro angesetzt. Die Stadt sieht die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser als bedeutenden Standortfaktor und wichtiges Element für die digitale Weiterentwicklung.

Anbieter des Netzes, das nun gebaut wird, soll die Gmünd Com, eine hundertprozentige Tochter der Gmünder Stadtwerke sein. Die Stadt wird Eigentümerin der entstehenden Netzinfrastruktur.

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