So soll Kultur in Zeiten der Pandemie funktionieren

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32 Meter Durchmesser sorgen dafür, dass nahezu jeder der angebotenen 500 Sitzplätze vor Sonne und Regen geschützt wird. Zwei kleinere Zelte derselben Bauart dienen als Gastronomiezelte und flankieren den "großen Bruder".

Für das kommende Kleinkunst-Event im Himmelsgarten legen sich die Organisatoren für die Sicherheit der Besucher "voll ins Zeug".

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Ab Donnerstag herrscht im Himmelsgarten nach sechsmonatiger Coronapause mit der Veranstaltungsreihe "Mit Abstand am Besten" wieder Kleinkunststimmung. Rund 2000 Besucher fasst das Gelände in "Normalzeiten", die Coronaverordnungen erlauben nun Veranstaltungen mit 500 Besuchern.

Die Veranstalter, die Gmünder Touristik & Marketing GmbH, die Firmen Mixtown und Sevotion, sowie die Konzertdirektion IMK, haben sich zusammengefunden, um den Besuchern nicht nur, endlich wieder, Kulturgenuss zu bieten. Die Veranstaltungsreihe soll ein "Kulturfest" werden, bei dem sich die Besucher nicht nur durch ein ausgefeiltes Hygienekonzept sicher fühlen sollen, die Atmosphäre und die Umgebung sollen die Pandemie für vier Abende in den Hintergrund drängen. Für die erste Veranstaltung nach dem großen Lockdown haben sich die Veranstalter vorgenommen, aus der "Sandwüste" im Himmelsgarten eine einmalige Location zu zaubern, wie Rainer Kozwara von der IMK verspricht.

Wie ein buntbeleuchtetes Ufo wird sich der "Magic Sky Schirm", befestigt an acht Towern, über die Besucher spannen, eine ausgefeilte Beleuchtung des Schirms wird für zusätzliche "Aha-Momente" sorgen. 32 Meter Durchmesser sorgen dafür, dass nahezu jeder der angebotenen 500 Sitzplätze vor Sonne und Regen geschützt wird. Zwei kleinere Zelte derselben Bauart dienen als Gastronomiezelte und flankieren den "großen Bruder".

Das Zelt stand in Dubai

Ich würde Geld dafür bezahlen, hier auftreten zu können.

Werner Kozwara, Kabarettist

Nicht nur die Witterungseinflüsse werden größtmöglich vermieden, ein ausgeklügeltes Hygienekonzept sorgt für minimierte Begegnungen der Besucher. Auf den Platzkarten ist die Eingangsseite vermerkt, die Besucher finden im dem erforderlichen Abstand aufgestellte Sitzplätze vor. Personal wird bei der Platzsuche behilflich sein, zwei getrennte Eingänge sorgen zudem für eine "Entzerrung" im Begegnungsverkehr. Jeder Besucherbereich wird mit einem eigenen Versorgungszelt sowie Sanitärräumen ausgestattet.

Mit dieser Konzertreihe in Coronazeiten haben die Verantwortlichen "absolutes Neuland betreten", meint Rainer Kozwara. Allein das Zelt, das bis vor wenigen Tagen noch in Dubai stand, sei eines der wenigen, die in Deutschland zu finden sind. Für Markus Herrmann von der T&M ist es wichtig, "wieder an einen Punkt zurückzukehren, den Menschen Kulturgenuss zu bieten und gleichzeitig ein sicheres Gefühl bei Veranstaltungen zu geben", von daher habe die anstehende Veranstaltungsreihe, "Symbolcharakter". Für Dominik Arnold von Mixtown haben diese Abende die Signalwirkung, auch in Zeiten der Pandemiebestimmungen coronakonforme Veranstaltungen zu bieten, die trotz Vorschriften "gemütlich und stilvoll" sind. Werner Kozwara, der mit weiteren Kabarettkollegen am Donnerstag den Auftakt gestaltet, ist der Ansicht: "Ich würde Geld dafür bezahlen, hier auftreten zu können."

Karten: Für Heinrich del Core am Freitag, Thomas Quasthoff am Samstag und Klaus Doldinger am Sonntag sind Restkarten beim i-Punkt erhältlich.

Freuen sich, endlich wieder Kultur anzubieten (von links): Rainer Kozwara, Werner Kozwara, Dominik Arnold, Hans Peter Spitznagel und Markus Herrmann.

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