Solidarität leuchtet rot

  • Weitere
    schließen
+
Das Forum Gold und Silber in Gmünd, der Igginger Wasserturm, das Rathaus und das Leicht-Gebäude in Waldstetten, das Heubacher Rathaus, die alte Weberei und der Blockturm sowie das Gebäude der Silverdust GmbH in Abtsgmünd und der Wasserturm von Hohenstadt – alle leuchteten von Montag auf Dienstag rot. Damit wollten Veranstalter auf die wirtschaftlich schwierige Situation ihrer Branche aufmerksam machen.
  • schließen

Bei der "Night of Light" tauchten mehrere Veranstalter in Gmünd, Iggingen, Heubach, Waldstetten und Abtsgmünd Gebäude in Licht. Sie machten damit auf ihre wirtschaftliche Not aufmerksam.

Schwäbisch Gmünd

Von Montag auf Dienstag leuchteten viele Gebäude im Gmünder Raum rot. Mit der Aktion wollten Künstler und Veranstalter auf ihre schwierige wirtschaftliche Situation in der Pandemie aufmerksam machen. Die Organisatoren sprechen von einem erfolgreichen Projekt.

Aus der Richtung des Gmünder Remsstrandes schallen Musik und Gelächter. Am anderen Ufer, beim Forum Gold und Silber, hingegen geht es ruhiger zu: Das Gebäude ist in rotes Licht gehüllt. Leise Klaviermusik ertönt. Ein Zeichen von Veranstaltern und Künstlern, die mit dem roten Licht ihre wirtschaftliche Notsituation aufgrund der Pandemie zum Ausdruck bringen wollen. Circa 9500 Unternehmen haben sich bundesweit an der Aktion beteiligt, sagt Chris Kittel, einer der Inhaber des Gmünder Veranstaltungsunternehmens Mixtown.

Viele Passanten bleiben stehen, um das Schauspiel zu beobachten, Fotos zu machen. Eine Besucherin sagt, sie habe zufällig von der Aktion gehört. "Aus Solidarität mit den Veranstaltern" ist sie vor Ort. Ali Nagelbach, Geschäftsführer der a.l.s.o.-Möbelbörse, ist ebenfalls am Abend vor dem Forum. Er fühlt mit den Veranstaltern: "Wenn die ganzen Künstler und Veranstalter kaputt gehen, wer macht dann Kultur, wenn alles wieder normal ist?" Generell zeigen sich die Besucher solidarisch. Mal wieder etwas arbeiten zu können und Menschen daran teilhaben zu lassen, für Kittel ist das ein "tolles Gefühl, obwohl es nicht der tollste Anlass ist".

Auch andernorts erfuhr die Aktion großen Zuspruch. "Es war ein Kommen und Gehen", berichtet Rolf Hirschauer von RH-Audio, der für die "Night of Light" den Igginger Wasserturm beleuchtete. Der Turm sei "kilometerweit" zu sehen gewesen. "Ich habe Anrufe vom Rechberg erhalten", sagt Hirschauer. Die Rückmeldungen der Besucher seien durchweg positiv gewesen. Auch in Waldstetten hat es "sehr viele Besucher gegeben", sagt Dominik Hegele, Inhaber von D-Veranstaltungsservice, der das Waldstetter Rathaus und das Gebäude der Firma Leicht in rotes Licht tauchte. Andy Herdin vom Böbinger Unternehmen Century PA kümmerte sich um die Beleuchtung der Heubacher Gebäude. Auch dort "hat man gemerkt, dass viele Leute kommen". In Abtsgmünd leuchtete das Gebäude der Firma Silverdust. "Es gab viele interessierte Nachfragen aus der Nachbarschaft", berichtet Alex Härtel.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL