„Solidarität mit der Ukraine“ über Parteigrenzen hinweg

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Etwa 60 junge Menschen von den Jusos, der Grünen Jugend, der Jungen Union und den Jungen Liberalen haben am Donnerstagabend auf dem Gmünder Marktplatz ostalbweit ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet.
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Etwa 60 junge Menschen aus den Kreisverbänden der Juso, Grünen Jugend, Jungen Union und Jungen Liberalen demonstrieren für Frieden.

Schwäbisch Gmünd

Etwa 60 junge Menschen haben am Donnerstag auf Gmünds Marktplatz für „Solidarität mit der Ukraine“ demonstriert. Zu der Kundgebung aufgerufen hatten die Kreisverbände der Jusos, der Grünen Jugend, der Jungen Union und der Jungen Liberalen. Der stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende Linus Nolte begrüßte, dass die vier Jugendorganisationen in dieser Situation zusammenstünden. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sei das Unvorstellbare passiert, sagte Nolte. Spätestens seit Donnerstagfrüh sei klar, dass „Putin den Weg der Eskalation gewählt hat“. Russland sei der Aggressor, sagte Nolte. Damit stelle er die Sicherheit Europas in Frage. Sein Handeln sei eine „Bedrohung für Europa und die freie Welt“. Nolte hofft auf Gespräche und ein baldiges Ende der Kampfhandlungen, denn „Frieden ist und bleibt das wertvollste Gut“. Er und die anderen jungen Menschen hier auf dem Marktplatz hätten „den Kalten Krieg nicht selbst erlebt“ und stünden, gerade in Gmünd nahe Mutlangen, „solidarisch an der Seite der Ukraine“. Die Menschen dort hätten ein Recht auf Frieden, Freiheit und Demokratie. Nolte appellierte an den Westen und damit auch an die Stadt Gmünd, Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen.

Niclas Günther, Student der Geschichte an Gmünds PH, verwies auf die „eigene Identität der Ukraine“. Bei Russlands Präsident Wladimir Putin habe man sofort Hitler im Kopf, wie dieser sich einfach Land genommen habe. Russland werde von einer Diktatur geführt, sagte Günther. Russland breche „sämtliche Regeln der Ordnung, die seit Jahren erkämpft“ worden seien. Putin missachte Völkerrecht, dies dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben. Olaf Scholz und Emmanuel Macron seien von Putin belogen worden. Statt Truppen abzuziehen habe er sie mobilisiert. Günther und Nolte beendeten die Kundgebung mit einer Schweigeminute.

„Mit großem Erschrecken“ hätten die Bürgermeister der Bewegung „Mayors for Peace“ im Ostalbkreis am Donnerstag die Meldung der Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt zur Kenntnis genommen, sagte die Sprecherin der Bewegung, Mutlangens Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Ihre Gedanken und ihre Solidarität seien bei den Menschen in den Städten und Gemeinden im Krisengebiet. Die Bürgermeister für den Frieden wollten durch ihren Schulterschluss „einen Beitrag zu einem dauerhaften weltweiten Frieden leisten“. Deshalb unterstützen sie „alle Anstrengungen, um auf dem Weg der Diplomatie eine friedliche Lösung des Russland-Ukraine-Konfliktes zu erreichen“. Als Zeichen der Solidarität hissen sie am Freitag und Samstag die Mayors-for-Peace-Fahnen vor den Rathäusern.

In dieser Situation kann man nur zusammen stehen.“

Linus Nolte,, zweiter Juso-Kreisvorsitzender

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