Sperrung: Bus fahren für neue Bahngleise

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Baustelle Herlikofer Str.
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Baustelle der Bahn zum Abbruch der Fußgängerunterführung Aalener- Herlikofer Straße im Zeitplan. Schienenersatzverkehr nun bis Aalen.

Schwäbisch Gmünd

Vier Tonnen Schotter sind es laut Bahn-Pressestelle in Stuttgart, die zurzeit an der Herlikofer Straßeeine steile Aufschüttung bilden. Die ist nötig, um das schwere Gerät tragen zu können, mit dessen Hilfe die Bahn dort die Fußgängerunterführung zwischen Aalener und Herlikofer Straße zurückbaut. Um genau zu sein, bildet der Schotter den notwendigen ebenen Untergrund für Bohrpfahlgeräte, erklärt ein Bahnsprecher. Die notwendige Bohrpfahlwand sei bereits hergestellt, die Eisenbahnüberführung bereits abgebrochen und die Bahn habe dort einen Abwasserkanal gebaut. Nun müsse noch die Unterführung aufgefüllt und ein Bahndamm hergestellt werden. Außerdem verlege die Bahn Gleise und Kabel an der Strecke neu. Als Ersatz für die wegfallende Überführung werde der bestehende Geh- und Radweg ausgebaut. 2,3 Millionen Euro koste dieses Projekt.

Damit die Arbeiten auf der Baustelle laufen können, muss sich der Straßenverkehr auf zwei Spuren beschränken. Die Spur Richtung Herlikofen wird für die Aufschüttung benötigt, der Verkehr in dieser Richtung nutzt die entgegenkommende Abbiegespur zum Einhorntunnel, die sich dadurch stark verkürzt hat, und läuft weiter auf der Linksabbiegespur Richtung Graf-von Soden-Straße. Der Verkehr Richtung Stadtmitte musste zeitweise über die Bushaltestelle nach Gotteszell abgewickelt werden, weil die Aufschüttung im Bereich der vorderen Pfähle für die Bohrgeräte nicht ausreichte, meint der Bahnspecher weiter. Die zusätzliche Aufschüttung ist nun bereits wieder zurückgebaut, der Verkehr fließt wieder auf der verbliebenen, regulären Fahrspur.

Den innerstädtischen Verkehr beeinflusse die eingeschränkte Verkehrsführung an der Herlikofer Straße "eigentlich nicht", sagt Ordnungsamtsleiter Gerd Hägele. Einziger Knackpunkt sei die Situation für die Linsabbieger, die von der Graf-von-Soden-Straße Richtung Herlikofen wollen, denn die Ampel an dieser Kreuzung ist zur Zeit abgeschaltet. Für die Fußgänger, deren Überweg über diese und die Herlikofer Straße das ebenfalls betrifft, könnte sich die Situation Mitte Oktober wieder verbessern, sagt Hägele. Ob dann die provisorische Fußgängerampel, die einige Meter nach der Kreuzung bei Bedarf zum Überqueren der Herlikofer Straße dient, wieder abgebaut werden kann, "muss man sehen". Auf jeden Fall stehe dann wieder mehr Verkehrsfläche für den Kraftfahrzeugverkehr zur Verfügung, der sich zur Zeit mit je einer Spur Richtung Innenstadt und Richtung Herlikofen begnügen muss.

Noch weiter im Bus

Mehr Einschränkungen haben seit Donnerstagabend die Bahnfahrer. Denn der Schienenersatzverkehr in Form von Bussen fährt nun nicht nur von Schwäbisch Gmünd nach Böbingen, sondern bis zum 7. Oktober bis nach Aalen. Denn zwischen Böbingen und Essingen erneuert die Bahn die Eisenbahnüberführung über die „Alte Rems“, sagt der Bahnsprecher. Im Bereich des Bahnhofs Essingen wird die Straßenbrücke der B29/L1080 erneuert, Bauherr ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Intercity-Züge von Karlsruhe nach Nürnberg werden zwischen Stuttgart und Crailsheim über die Murrbahn umgeleitet. Die Halte in Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen entfallen. Der Ersatzverkehr mit Bussen werde von Go-Ahead Baden-Württemberg organisiert, die den Regionalverkehr auf der Remsbahn fahren.

Die Arbeiten liegen laut Bahn bislang im Zeitplan, sodass ab Freitag, 8. Oktober, wieder Züge zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen fahren sollen, heißt es von der Bahn weiter. Die Arbeiten am Geh- und Radweg als Ersatz für die Eisenbahnunterführung in Gmünd dauern voraussichtlich noch bis Dezember, sagt der Bahnsprecher. Im Jahr 2021 sind keine weiteren Streckensperrungen vorgesehen.

Info: Die Fahrpläne für die Busse im Schienenersatzverkehr gibt's unter https://www.go-ahead-bw.de/unterwegs-mit-go-ahead/fahrplanabweichungen.

Baustelle Herlikofer Str.
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