Spitzenpreisträger: 31.500 Euro für Walter Deininger vom Kino Brazil

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Kino Brazil Spitzenpreisträger bei MFG-Kinoauszeichnung

Von 65 ausgezeichneten Spielstätten in Baden-Württemberg erhält das Gmünder Kultkino den Spitzenpreis.

Schwäbisch Gmünd. Kinobetreiberinnen und -betreiber stehen weiterhin vor großen unternehmerischen Herausforderungen durch die Corona-Krise. Um sie zu unterstützen, hat das Land Baden-Württemberg und die Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg in diesem Jahr erneut die Mittel um ein vielfaches aufgestockt und stellt so ein Gesamtbudget von einer Million Euro für die alljährlichen Kinoprogrammpreise zur Verfügung.

Mit den Preisgeldern werden insgesamt 65 besondere Spielstätten in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Spitzenpreis mit 31.500 Euro geht an Walter Deininger vom Brazilkino in Schwäbisch Gmünd für ein "herausragendes Jahresfilmprogramm 2020", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Staatssekretärin Petra Olschowski und MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen übergaben allen Preisträgern die Urkunden während einer feierlichen Gala-Veranstaltung in Ludwigsburg.

Würdigung von Durchhaltevermögen und Zukunftsoptimismus

Die baden-württembergischen Kinobetreiber wurden für ihre ambitionierten und qualitativ hochwertigen Jahresfilmprogramme sowie für besondere Filmreihen ausgezeichnet. Mit dem Spitzenpreis, dessen diesjährige Höhe erneut durch eine deutliche Finanzspritze des Landes Baden Württemberg zustande kommt, würdige die Jury der MFG "das hohe Engagement, das Durchhaltevermögen und den Zukunftsoptimismus von Herrn Walter Deininger, dem Leiter des Brazilkinos in Schwäbisch Gmünd." Die Jury gratuliere Deininger von ganzem Herzen und hoffe, dass er seine Zukunftspläne – ob Open-Air-Kino, Live-Konzerte, neue Kooperationen oder thematische Schwerpunkte – nicht zuletzt mithilfe des Preisgeldes von 31.500 Euro realisieren kann.

Lage bleibt weiter schwierig

Staatssekretärin Petra Olschowski betont: „Leider bleibt die Lage wegen der Corona-Pandemie gerade für die kleinen Kinos sehr schwierig." Auch diese Kultursparte müsse weiter gezielt unterstützt werden, denn die Kinos prägen in der Fläche maßgeblich die kulturelle Vielfalt unseres Landes mit – in den Städten wie in den ländlichen Räumen. "Die Betreiberinnen und Betreiber verdienen unseren Respekt und unsere große Wertschätzung für Ihre Leistung, denn sie halten nach wie vor ein hochwertiges Angebot unter schwierigen Bedingungen für uns alle bereit.“

Carl Bergengruen, Geschäftsführer MFG Baden-Württemberg ergänzt: „Kinos waren und sind von der Pandemie überdurchschnittlich betroffen. Mit Engagement, Durchhaltekraft und Ideenreichtum haben es die Kinos bis heute durch die Pandemie geschafft." Die Kinopreise seien dafür Anerkennung und Unterstützung.

Die MFG Baden-Württemberg vergibt die Preise zum 23. Mal. Die Filmförderung zeichnet alljährlich mittelständische, gewerbliche Kinobetreibende aus. Damit soll die Kontinuität ambitionierter Kinoprogrammarbeit gesichert werden. Außerdem sollen die Preise dazu anspornen, mit einem Programm künstlerisch wertvoller Filme neue Publikumsgruppen anzusprechen. Neben der Förderung durch Investitionszuschüsse ergänzt die MFG mit diesen Prämien ihre Förderarbeit für gewerbliche Filmtheater in Baden-Württemberg.

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