Sportliche Pläne des Fem

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14 Millionen Euro sind für das neue Innovationslabor des Forschungsinstituts Edelmetalle und Metallchemie vorgesehen. Das ist konkret geplant.

Schwäbisch Gmünd

Der Zeitplan ist sportlich, den sich das Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (Fem) für seinen Anbau am jetzigen Standort in der Katharinenstraße in Schwäbisch Gmünd gesetzt hat: 2023 soll das Innovationslabor K 15 – kurz für Katharinenstraße 15 – komplett fertig sein. Im September 2021 ist der Baustart vorgesehen. Momentan läuft der Architektenwettbewerb. Das sei sehr ambitioniert, sagt Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), als Fem-Institutsleiter Dr. Andreas Zielonka ihr, Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, CDU-Landtagsabgeordnetem Dr. Stefan Scheffold und CDU-Landtagskandidat Tim Bückner bei einem Online-Termin die Pläne vorstellt. Doch angesichts dessen, was das Fem in der Vergangenheit gestemmt habe, sei ihr nicht bange, dass dies gelingen wird, meint die Ministerin. Als Forschungsinstitut leiste das Fem einen wichtigen Beitrag für die Region, für das Land und darüber hinaus.

Stefan Scheffold lobt die Nähe des Fem zu Wissenschaft und Wirtschaft – und dass sich das Institut so selbst finanziere. Unter anderem im Automobilsektor gebe es derzeit eine Zäsur, die Schwäbisch Gmünd besonders hart treffe, sagt Tim Bückner. Ein Institut wie das Fem vor Ort zu haben, beruhige ein Stück weit. Denn in einem von mehreren Themenfeldern widmet sich die Einrichtung der zukunftsweisenden Wasserstofftechnik. Das hat der Institutsleiter eingangs erläutert, bevor er Daten und Fakten zum geplanten Neubau und rund ums Fem liefert:

  • 3300 Quadratmeter Nutzfläche soll das Innovationslabor bieten. Wobei die ganz genaue Größe des Bauwerks erst nach Ende des Architektenwettbewerbs feststehe, sagt Andreas Zielonka.
  • 4,5 Stockwerke sind geplant.
  • 14 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Die Finanzierung läuft komplett über ein EU-Programm.
  • 1,5 Jahre Bauzeit sind veranschlagt: ab September 2021 bis Februar 2023. Somit habe das Fem etwas Puffer, falls Unvorhergesehenes passiere, sagt Zielonka. Zumal für die EU-Mittel bis 31. Dezember 2023 auch die allerletzte Rechnung eingereicht werden müsse, betont Günther Leßnerkraus.
  • 50 neue Arbeitsplätze sollen im Innovationslabor entstehen – zusätzlich zu den bestehenden 90.
  • 60 Prozent der aktuellen Mitarbeiter des Fem sind Frauen.
  • 1/3 der Mitarbeiter sind Wissenschaftler, 1/3 Ingenieure und 1/3 technisches Personal, wobei auch dies hoch qualifizierte Arbeitsplätze seien, erklärt Andreas Zielonka. Ausbildung sei ein großes Thema am Fem innerhalb von Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten. Und das Institut biete gerne Schulpraktika, um junge Menschen für den Bereich zu begeistern.
  • 99 Jahre ist das Institut alt. Für 22. September 2022 ist die 100-Jahr-Feier geplant.
  • 2500 Aufträge hat das Fem in etwa jedes Jahr.
  • 4,5 Millionen Euro Umsatzeinnahmen verzeichnet das Institut pro Jahr aus den Aufträgen aus der Industrie und aus öffentlich geführten Forschungsprojekten. Die Bilanz 2020 habe gezeigt, dass das Fem etwas über dem Plan liege mit den Einnahmen, sagt Andreas Zielonka.
  • 5 Bäume musste das Fem fällen lassen, um das Innovationslabor bauen zu können, und auch das alte Forsthaus soll abgerissen werden. Bei jedem Baum, der gefällt werde, blute ihm das Herz, meint der Institutsleiter. Doch das Innovationslabor werde viel mehr zur Co2-Reduzierung betragen, als es diese Bäume jemals hätten tun können. Und es sei wieder viel Grün geplant.
Nicole Hoffmeister-Kraut.
Andreas Zielonka.
Wasserstoffforschung am Forschungsinstitut Fem: Hier Abteilungsleiterin Heidi Willing am Brennstoffzellenprüfstand.

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