Stadt Gmünd fördert Lastenräder mit bis zu 750 Euro beim Kauf

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Mobilitätsmanagerin Anja Tamm (l.) führt Interessierten vor, wie die neue E-Bike-Ladestation in der Ledergasse funktioniert. Mit dabei Bürgermeister Christian Baron (Zweiter v.l.) und Amtsleiterin Franka Zanek (Fünfte v.r.).
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„Schritt für Schritt“ Verbesserungen für Radfahrer: Sechs Akkuladeplätze in der Ledergasse – und ein Zuschuss von der Stadt für Lastenradkäufer.

Schwäbisch Gmünd

Mit zwei neuen Angeboten will die Stadt das Radfahren in Gmünd weiter fördern: Für Käufer von Lastenrädern zahlt Gmünd einen Zuschuss von bis zu 750 Euro; außerdem gibt es nun in der Ledergasse wieder eine Ladestation für E-Bike-Akkus.

Geld fürs neue Lastenrad: Stuttgart hat es, Tübingen - ab jetzt auch Schwäbisch Gmünd: ein kommunales Förderprogramm für Käufer eines Lastenrads. Gefördert werden 25 Prozent des Kaufpreises, maximal aber 750 Euro. Vorerst hat die Stadt dafür ein Budget von 30  000 Euro bereitgestellt, sagt Franka Zanek, die Leiterin des Amts für Klimaschutz und Mobilität. In der Praxis dürfte die maximale Fördersumme pro Rad schnell erreicht sein, für ein solides Lastenrad mit E-Antrieb muss man zwischen 4000 und 5000 Euro anlegen. Und ein Lastenrad ohne Elektroantrieb macht nur für Topsportler oder Leute Sinn, die ausschließlich ebene Strecken fahren. Die Gmünder Förderung ist für Privatleute gedacht, für Gewerbetreibende gibt es attraktive Förderprogramme bei Land und Bund. Infos und Förderanträge für Gmünd gibt es auf der Homepage www.gmuendfuermorgen.de (siehe Info).

Sechs kostenlose Lade-Schließfächer: Die neue Säule steht in der Mitte der Ledergasse, sechs abschließbare Fächer mit je zwei Steckdosen stehen für E-Biker bereit. Der Service der Stadt ist kostenlos. Jedes Schließfach hat so viel Platz, dass zwei Akkus und zwei Helme hineinpassen. Schlüssel gibt es keine, in Betrieb nehmen lässt sich ein Schließfach einfach über eine Touchscreen und einen selbst zu vergebenden PIN-Code. Verriegeln lässt sich das Fach dann für maximal vier Stunden, damit keine Dauerbelegung, womöglich gar als billiges Schließfach, geht. Nach den vier Stunden sollte man seinen Akku spätestens wieder holen, weil das Fach dann automatisch entriegelt wird. Die Nutzungszeiten sind begrenzt von 7 bis 21 Uhr täglich.

Start mit der Fahrradstraße: Und kommt 2022 die erste Fahrradstraße für Gmünd? „Das ist unser Ziel“, sagt Bürgermeister Christian Baron. „Dass wir mit einem großen Wurf Fahrradstadt werden, das glaube ich nicht mehr, aber Schritt für Schritt“ soll es weitergehen mit dem Ausbau der Rad-Infrastruktur, so Baron.

Mit drei Hauptrouten an Fahrradstraßen aus Ost, West und Süd und einem „City-Ring“ soll Gmünd fürs Radfahren attraktiver werden. Von den drei geplanten Hauptrouten in Richtung Innenstadt ist die Klarenbergstraße am weitesten in der Planung, die anderen Routen stadtein- und stadtauswärts sollen im Westen durch die Schwerzerallee und die Römerstraße, im Osten durch Wilhelmstraße und Werrenwiesenstraße verlaufen.

Für den Altstadtring steht die Farbgebung schon fest: „Die Markierungen werden grün sein“, sagt Amtsleiterin Franka Zanek.

Dass wir mit einem großen Wurf Fahrradstadt werden, das glaube ich nicht mehr.“

Christan Baron,, Bürgermeister

Antrag vor dem Kauf - so gibt's Fördergelder

So geht Akku laden: Über einen Touchscreen an der Ladesäule lässt sich – falls eines frei ist - ein Schließfach leihen. Über einen selbst gewählten PIN-Code kann man es ent- und verriegeln. Die Nutzungsdauer ist auf maximal vier Stunden und auf die Zeit von 7 bis 21 Uhr begrenzt.

Der Weg zur Förderung: Auf der Website gmuendfuermorgen.de (Menüpunkte Mobilität - Radfahren) kann man die Förderrichtlinien nachlesen und findet den Link zum Download des Förderantrags. Dieser Förderantrag muss vor dem Kauf bei der Stadt eingereicht werden. Nach Prüfung des Förderantrags und im Fall eines positiven Bescheids hat man fünf Monate Zeit von der Bewilligung bis zum Kauf des Rads.

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