Nach Absage von Daimler-Volvo: Stadt hält an „Kernidee“ Aspen fest

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Hier zwischen der Ortsumfahrung Bargau und dem Gewerbegebiet Gügling (oben) soll der Technologiepark Aspen entstehen.
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  • Julia Müller
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Wie es nach der Absage des Daimler-Volvo-Unternehmens Cellcentric mit dem geplanten Technologiepark bei Bargau weitergehen soll.

Schwäbisch Gmünd

Die Stadt Gmünd hält an der „Kernidee“ des Technologieparks Aspen fest, auch nach der Absage des Daimler-Volvo-Unternehmens Cellcentric, in Gmünd keine Brennstoffzellensysteme zu produzieren. Dies sagte Stadtsprecher Markus Herrmann am Freitag auf GT-Anfrage. Das Unternehmen hatte am Donnerstag auf GT-Anfrage bekannt gegeben, dass Gmünd nicht in der engeren Auswahl für einen Produktionsstandort ist.

„Das ist schade“, äußerte Herrmann am Freitag Bedauern. Er betonte nochmal, wie Oberbürgermeister Richard Arnold schon am Donnerstag, dass die Stadt noch keine offizielle Absage von Cellcentric bekomme habe. Die Entscheidung des Unternehmens, für den Produktionsstandort einen Ort in der Nähe des Hauptsitzes Kirchheim / Teck zu finden, sei aus Sicht des Unternehmens verständlich.

Dennoch werde die Stadt nun nach vorne schauen. Es gebe eine „ordentliche Portion“ an Interessenten. Wichtig sei dabei, einen „Anker“ zu finden, der eine „Portion an Arbeitsplätzen“ und eine „Ausstrahlung“ auf weitere mögliche Interessen hat. Was der Stadt dabei Hoffnung macht: Dass sich zum Thema Wasserstofftechnologie inzwischen ein Schwerpunkt entwickelt habe, der damals, als Schwäbisch Gmünd mit Aspen begonnen habe, noch kein großes Thema war. Wenngleich es auch Unternehmen gebe, die der Wasserstofftechnologie gegenüber eine gewisse Skepsis hätten, setze die Bundesregierung inzwischen auf diese Technologie. Da sei eine große Dynamik drin, und Umbruchzeiten seien eine große Chance auch für neue Standorte. Deshalb halte die Stadt an einem „nachhaltigen und klimaneutralen Technologiepark“ im Aspenfeld fest.

Einem „normalen“ Gewerbegebiet hingegen erteilte Herrmann eine Absage. Dies sei Teil des „Spagats“, die Transformation hinzukriegen, den Wirtschaftsstandort mit einer Mindestzahl an Jobs auch in der Fertigung zu halten. Dazu gehörten auch Fragen, wie man mit Flächen oder Wasser umgehe, und wie Strom erzeugt werde, sagte Herrmann und verwies einmal mehr auf Windkraft und Photovoltaik in näherer Umgebung des Aspenfeldes. „Wir müssen diese Transformation aktiv begleiten“, sagte der Stadtsprecher und betonte, dass dies zwar eine Herausforderung sei, die Stadt aber „zuversichtlich“. Zudem sei sie bei vielen der Grundstücksbesitzer des Aspenfeldes in der Pflicht. Denn diese verkauften ihre Flächen nur dann, wenn klimaneutral Jobs geschaffen würden.

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