Stadt nimmt das große Geschenk an

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Harald Bohlinger (l.) von HB Laser in Straßdorf und der Künstler Helmut Gruber-Ballehr präsentieren ein Probestück des Stauferfrieses. Archivfoto: hoj
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Das 60 Meter langer Stauferfries von Helmut Gruber-Ballehr soll an die Südseite der Remsgalerie in der Ledergasse in Schwäbisch Gmünd kommen.

Schwäbisch Gmünd

Es gab noch Nachfragen, doch am Ende nahm der Gemeinderat das große Geschenk bei vier Enthaltungen an: Die Stadt übernimmt den Stauferfries, den der Schwäbisch Gmünder Künstler Dr. Helmut Gruber-Ballehr derzeit schafft. Der eigens dafür gegründete Verein Stauferfries e. V. sammelt die dafür notwendigen Spenden.

Gruber-Ballehrs Werk besteht aus einer etwa 60 Meter langen Reihe von Edelstahlplatten. Eine Straßdorfer Laserfirma prägt in diese Platten nach Vorgaben des Künstlers eine Szene ein, die den den Einzug des letzten Staufers Konradin im Jahr 1266 in die Stadt zeigen soll. Tagsüber spiegeln die Metallflächen verschiedene Lichtsituationen, nachts wird die Szenerie durch hinten angebrachte Leuchten illuminiert. Der Fries soll an der Südseite des südlichen Gebäudes der Remsgalerie, also zur Fahrbahn der Ledergasse hin, angebracht werden. Die Vorsitzende des Fördervereins, Almuth Gruber-Ballehr, und ihre Tochter schilderten das Kunstwerk und berichteten, dass bislang rund 124 000 Euro Spenden eingegangen seien - bisher nur von Privatleuten. Etwa die Hälfte des Frieses und die Aufhängung könnten damit finanziert werden.

Sprecher aller Fraktionen zollten der Familie Ballehr großen Respekt für dieses Engagement. Auf Nachfrage von Gabriel Baum (Grüne) sagte Bürgermeister Christian Baron, es sei klar geregelt, dass sich die Stadt nicht an den Kosten für die Herstellung und Aufhängung des Frieses beteiligt. Andreas Benk (Linke) hakte nach möglichen weiteren Folgekosten nach. Baron antwortete, dass das Kunstwerk über die ohnehin bestehende städtische Versicherung ohne Zusatzkosten mit abgedeckt wird. Stadtkämmerer René Bantel ergänzte, dass die Stadtwerke für die nächtliche Beleuchtung jährliche Stromkosten von 2500 Euro berechnet hätten. Zudem gehe man zunächst von einer notwendigen Reinigung pro Jahr aus, die mit rund 1000 Euro veranschlagt werde. Dafür stelle das Kunstwerk auch einen Mehrwert dar, meinte OB Richard Arnold. Mit dem Besitzer der Rems-Galerie wurde vertraglich vereinbart, dass der Fries dort angebracht werden kann.

Selbst unvollendet wäre es ein Schmuck für die älteste Stauferstadt, so die Meinung in den Fraktionen. Man sei jedoch überzeugt, dass der Verein die noch notwendigen Spenden zusammenbekommt.

Das Stauferfries stellt ein Mehrwert dar.“

Richard Arnold,, Oberbürgermeister

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