Ein Schuljahr mehr: Schwäbisch Gmünd zeigt sich offen für den Vorschlag

  • Weitere
    schließen
+
Symbolbild

Bürgermeister erörtert Projekt kommende Woche mit Schulen, Eltern und Schülersprechern.

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder Stadtverwaltung ist offen für den Vorschlag der beiden Schulleiter Thomas Eich vom Parler-Gymnasium und Bernd Gockel vom Scheffold-Gymnasium, wegen Corona zwei Schuljahre auf drei Jahre auszudehnen. Dies sagte am Freitag Bürgermeister Christian Baron auf GT-Anfrage. Gockel und Eich hatten angeregt, mit zwei 18-monatigen Schuljahren diejenigen Schülerinnen und Schüler auf den Wissenstand zu bringen, den sie der Corona-Pandemie wegen nicht erreichen konnten. Die Idee war aus der Elternschaft gekommen, die beiden Schulleiter haben sie aufgegriffen. Das Konzept würde die Klassen 5 bis 10 der beiden G-8-Gymnasien in den beiden Schuljahren 2021 / 22 und 2022 / 23 betreffen und damit den Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 umfassen. Danach würden die Schüler wieder zu den regulären einjährigen Schuljahren zurückkehren.

„Dies lässt uns nicht kalt“

„Wir sind offen für Vorschläge, die zu einer Lösung der Probleme führen, die Corona ausgelöst hat“, sagte Baron. Manche Schüler verkrafteten dies gut, andere hätten große Probleme. Die Unterschiede zwischen den Schülern seien seit Corona riesig. „Dies lässt uns nicht kalt“, sagte der Bürgermeister. Dieser Vorschlag von Eich und Gockel sei interessant, wenngleich eine Umsetzung „nicht so einfach ist, wie es sich im ersten Moment anhört“. So gebe es beispielsweise erste Stimmen von Eltern, die diesen Weg nicht mitgehen wollten, weil ihre Kinder trotz Corona klarkommen. Einige Eltern hätten sich bereits an Stadträte gewandt. Deshalb will Baron diesen Weg gehen: Am kommenden Donnerstag wird er sich mit den Schulleitungen, Lehrern, Elternvertretern und Schülersprechern treffen, um diesen Schulversuch zu besprechen. Denn für ihn sei entscheidend, dass der Vorschlag von einer „breiten Schulgemeinschaft getragen“ werde. Er müsse „Hand und Fuß haben“, erst dann will der Bürgermeister als Schulträger gemeinsam mit den beiden Schulen einen Antrag ans Kultusministerium senden.

Dies sehen auch die beiden Schulleiter so. Sie wollen die Idee nur dann weiterverfolgen, wenn mehr als 90 Prozent der Eltern dafür sind. Dann wollen Gockel und Eich gemeinsam mit der Stadt auf das Regierungspräsidium und das Kultusministerium zugehen. mil

Mehr zum Thema: „Zwei 18-monatige Schuljahre als Corona-Ausgleich?“

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL