Stadt prüft Erdwall im Taubental

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Mit dem Damm sollen zuallererst die Menschen und dann die Unterführungen geschützt werden.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt prüft, ob sie das Taubental und die Unterführung an dessen Eingang durch einen Erdwall am Anfang des Tals besser vor Wasserfluten schützen kann. Dies sagte Baubürgermeister Julius Mihm am Mittwoch im Bauausschuss. Zuvor hatte CDU-Stadtrat Christof Preiß vorgeschlagen, Überflutungen durch Rigolen zu begegnen. Rigolen sind Auffangbecken unter der Erde, die das Regenwasser aufnehmen. Meistens sind sie mit Kies gefüllt, das so zwischengespeicherte Wasser versickert dann langsam. Er wolle, so Preiß, das Hochwasser „nicht als gottgegeben hinnehmen“, und er erwarte deshalb eine Antwort.

Christof Preiß sei nicht der einzige, der ihn in den vergangenen Tagen angesprochen habe, sagte Mihm am Donnerstag auf GT-Anfrage. Für Rigolen jedoch gebe es den Platz nicht. Den Erdwall hingegen rechne die Stadt aktuell durch. Dieser funktioniert so: Hinter dem alten Forsthaus wird Erdreich aufgeschüttet. Bei Starkregen hat dies zur Folge, dass sich das Wasser auf dem Parkplatz am Eingang zum Taubentalwald aufstaut. Für den normalen Bachverlauf gibt es einen „verrohrten Durchlauf“, sagte der Baubürgermeister. Fahrzeuge erreichen den Parkplatz zu normalen Zeiten über einen Weg seitlich des Walls.

Nach dem Hochwasser müsse der Parkplatz wieder saniert werden. Möglicherweise seien diese Aufräumarbeiten so umfangreich wie die an der Taubentalunterführung. sagte Mihm. Den Wall sieht der Baubürgermeister als Weg, wenn es den Willen gebe, dass bei der Taubentalunterführung kein Wasser ankommen soll. Mihm selbst hält dies nicht für nötig, wenn zuvor die Menschen geschützt seien. Dies habe oberste Priorität.

Gmünd werde nach dem jüngsten Unwetter nun auch mit Stuttgart in den Austausch treten, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold. Denn die Landeshauptstadt sei ebenfalls betroffen gewesen.

Mihm wies zudem auf Maßnahmen hin, die die Stadt seit 2016 ergriffen hat. Auf der städtischen Website gibt es Hochwassergefahrenkarten, auf denen jeder Hausbesitzer erkennen kann, welche Gefahren für sein Haus bestehen. Dann kann er sich beraten lassen. Zudem hat die Stadt an durch Hochwasser gefährdeten Stellen wie Unterführungen Kameras installiert, mit denen die Entwicklung bei Starkregen überwacht wird. Michael Länge

Die Unterführung im Taubental.

Rubriklistenbild: © Tom

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