Stadt setzt auf Impfwillige

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In der Schwerzerhalle gibt es auch an den nächsten Samstagen die Möglichkeit, sich unproblematisch gegen Corona impfen zu lassen. Die Stadt hat auch rund 9000 Senioren dazu aufgerufen.
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Erster Bürgermeister Christian Baron wendet sich in einem Schreiben an über 70-Jährige in der Stadt. Impfzentrum reaktiviert.

Schwäbisch Gmünd

Mehr als 9000 Gmünderinnen und Gmünder erhalten Post aus dem Rathaus: Erster Bürgermeister Christian Baron erinnert in einem persönlichen Schreiben an Menschen über 70 an die Möglichkeiten zur Auffrischungsimpfung und an Impfungen für alle, die bis jetzt noch nicht gegen Corona geimpft sind. „Wir wissen aus der Erfahrung des vergangenen Winters, dass eine stärkere Verbreitung des Corona-Virus in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich ist“, so schreibt Baron. Auch wenn die Impfquote in dieser Altersklasse hoch sei, gebe es dort noch Ungeimpfte. Deshalb „empfehlen wir Ihnen mit Nachdruck, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen“, so Christian Baron weiter.

Stadt und Ärtzeschaft kämen Impfwilligen dabei entgegen. Er rät zu weiteren Informationen auf der Homepage der Stadt und rät bei Fragen zur Impfung die Ärzteschaft als Ansprechpartner. Dazu gibt es aktuell auf der Homepage der Stadt Schwäbisch Gmünd eine List von Arztpraxen, die auch fremde Patienten impfen. Insgesamt 25 haben sich bis jetzt dazu bereit erklärt.

Der Bürgermeister verweist in seinem Aufruf auf die Möglichkeit, das jetzt wieder aktivierte kleine Impfzentrum in der Schwerzerhalle zu nutzen. Es ist seit dem vergangenen Wochenende wieder regelmäßig geöffnet. Immer samstags von 9 bis 15 Uhr können sich Interessierte impfen lassen. Hinter der Initiative stehen der niedergelassene Arzt Dr. Wolfgang Winker und der Pandemie-Beauftragte der Kreisärzteschaft, Dr. Berthold Schuler sowie die Bergwacht Schwäbisch Gmünd, die sich in der Organisation und Betreuung einbringt.

„Vorgesehen ist die Öffnung zunächst an bis zu sechs Samstagen“, sagt Dr. Wolfgang Winker, der sich auch schon bei der großen Impfaktion im Frühjahr und Sommer ehrenamtlich eingebracht hat. Er geht davon aus, dass sich vor dem Hintergrund der jetzt gültigen Warnstufe in Baden-Württemberg weitere Menschen zu einer Impfung entschließen. Für viele könnte das Angebot in der Schwerzerhalle eine niederschwellige Anlaufstelle sein. Schon vergangenes Wochenende wurden dort mehr als 300 Menschen geimpft, davon 40 Prozent mit einer ersten Impfung. Dr. Wolfgang Winker geht davon aus, dass sich ähnlich viele zur Erst- oder Zweitimpfung melden werden wie zu der so genannten Boosterimpfung, die sich an über 70-Jährige richtet. Er hält das Angebot in der Schwerzerhalle für eine sinnvolle Ergänzung zum Impfangebot in den Arztpraxen. In Praxen seien die zusätzlichen Kapazitäten oft nur begrenzt vorhanden. Der zeitliche Aufwand für die Impfung sei durch Dokumentation und Überwachung sehr hoch.

Für eine Impfaktion sei die Schwerzerhalle besonders geeignet, meint auch Christian Baron. Das liege am barrierefreien Zugang, aber auch an den Parkplätzen vor der Tür. „Außerdem ist der Ort seit der Impfaktion im Frühjahr für alle ein Begriff.“ Eine fehlende Fahrgelegenheit sei kein Grund, aufs Impfen zu verzichten. Wie schon im Frühjahr können sich nach Worten des Bürgermeisters Menschen an die Stadt wenden, wenn sie dafür Unterstützung brauchen.

Wir empfehlen mit Nachdruck, sich impfen zu lassen.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister
  • Info, Unterstützung und Anmeldung
  • Für Auskünfte oder Fahrdienste in Zusammenhang mit einem Impfwunsch kann man sich bei der Stadt melden: impfen@schwaebisch-gmuend.de oder telefonisch unter 603-5080 oder 603-5082 montags bis freitags von 9 Uhr bis 13 Uhr.
  • Weitere Impfaktionen in der Schwerzerhalle jeweils samstags, zunächst am 6. und 13. November, von 9 bis 15 Uhr. Wegen der hohen Nachfrage wird eine vorherige Onlineanmeldung unter www.schwaebisch-gmuend.de/corona-impfung.html empfohlen.
  • Geimpft wird mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Für bereits mit Moderna geimpfte Personen sind für die dritte Impfung geringe Mengen des Impfstoffs Moderna verfügbar. Impfwillige sollten das Aufklärungsformular, die Einverständniserklärung und der Anamnesebogen bereits ausgefüllt zum Impftermin mitbringen, um Wartezeiten zu verringern. Diese können unter www.impfen-bw.de vorab ausgefüllt werden. Benötigt werden Impfpass oder Impfbescheinigungen, die Versichertenkarte und ein Ausweisdokument.kust

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