Stadt will gemeinsamen Mietspiegel für 15 Kommunen

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Die Aktualisierung soll Orientierung und Transparenz für Mieter und Vermieter schaffen.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd will einen erweiterten qualifizierten Mietspiegel in Auftrag geben. Dies erläuterten Oberbürgermeister Richard Arnold und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner, am Mittwoch im Verwaltungsausschuss. Das Besondere an diesem Mietspiegel: Hatten bislang nur Schwäbisch Gmünd, Mutlangen, Waldstetten und Lorch einen gemeinsamen Mietspiegel, so sollen künftig die Gemeinden Eschach, Göggingen, Iggingen, Leinzell, Obergröningen und Schechingen als Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Leintal-Frickenhofer Höhe dazugehören. Und zudem die fünf Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, Heubach, Bartholomä, Mögglingen, Böbingen und Heuchlingen.

Der neue gemeinsame Mietspiegel soll zum 1. April 2022 in Kraft treten. Sinn eines Mietspiegels sei es, für Mieter und Vermieter Transparenz darzustellen, sagte Hackner. Der Mietspiegel diene dabei als Orientierung. Zum Mietspiegel gehörten Faktoren wie Lage oder Ausstattung, sagte Hackner. Er nannte Quadratmeterpreise aus dem jüngsten Mietspiegel:

Gmünd 6,89 Euro pro Quadratmeter

Lorch 7,13 Euro pro Quadratmeter

Mutlangen 6,80 Euro pro Quadratmeter

Waldstetten 6,56 Euro pro Quadratmeter

Ob der Mietspiegel in der erweiterten Form erarbeitet wird, entscheidet der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung. Der Vorteil einer solchen Erweiterung wäre, dass die Kommunen beim Ministerium Landesentwicklung und Wohnen eine Förderung beantragen können. Diese können sie erhalten, wenn Kommunen für einen Mietspiegel kooperieren. Pro Einwohner können die Kommunen 25 Cent erhalten. Bei insgesamt 120 155 Einwohnern in den 15 Städten und Gemeinden zum Stichtag 31. Dezember 2020 wären dies etwa 30 000 Euro.

Hackner verwies zudem darauf, dass Gmünd in den vergangenen Jahren immer Sponsoren gehabt habe. Dies versuche er auch beim nächsten Mietspiegel, sagte der Amtsleiter. Der letzte Mietspiegel habe etwa 15 000 Euro gekostet.

Erstmals hat Schwäbisch Gmünd im Jahr 2014 einen Mietspiegel erstellt. Im Jahr 2018 begann die Kooperation mit Lorch, Mutlangen und Waldstetten. Diese habe sich, so die Verwaltung in der Vorlage, sehr bewährt. Die beteiligten Kommunen wollen damit das Institut für empirische Marktanalysen EMA in Sinzing beauftragen, das schon frühere Mietspiegel für Gmünd erarbeitet hat. Deshalb seien dem Institut durch frühere Mietspiegel 2014 und 2018 sowie durch deren Fortschreibung die Grundlagen und die Rahmenbedingungen für Schwäbisch Gmünd und die umliegenden Gemeinden bekannt. mil

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